Das große Kribbeln: Aston Martin V8 Vantage Roadster (2007)

Jan-Christopher Sierks Verfasst von:

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Hinweis: Dieser Artikel stammt aus dem persönlichen Archiv des Autors und wurde bereits in Printmagazinen veröffentlicht.

Es gibt einige wenige Fahrzeuge, bei denen es richtig in den Fingern kribbelt, wenn die Premiere bevorsteht. Bereits vor kurzem betitelte ich (ja, als erster weltweit – danke fürs Abkopieren liebe Kollegen!) den Aston Martin V8 Vantage Roadster als „Sexiest Roadster Alive“.

Danach hatte ich Gelegenheit, bei einer exklusiven Vorstellung im kleinen Kreis dabei zu sein, um den neuen Star auf die geklauten Schlagwörter hin zu prüfen. Da die offizielle Premiere unmittelbar bevorsteht, treten die Symptome im Handbereich zwar kürzer, aber dafür umso intensiver auf.

Ortstermin für die exklusive Preview im bekannten Autohaus Aston Martin Moll. Der Düsseldorfer Händler dient mit seinem Premium-Prachtbau als Anlaufstation für 70 Kunden, die sich für den V8 Vantage in der Roadster-Variante entschieden, ohne das Fahrzeug vorher gesehen oder gefahren zu haben.

Aston Martin V8 Vantage Roadster (2007)
Aston Martin V8 Vantage Roadster (2007)

Der Frischluft-Aston, dessen positiver Ruf ihm bei diesen Käufern aus aller Welt vorauseilte, wird dem Anspruch seiner Herkunft gerecht. Das wird ganz schnell vom alleinigen Betrachten des Autos in natura klar, als das Fingerkribbeln auf Grund der direkten Konfrontation mit dem Objekt der Begierde ein wenig nachlässt.

Befinden sich in der vorgegebenen Tischordnung so charakterstarke Beisitzer wie Vanquish S, DB9 und V8 Vantage Coupé, dann greift der alte Spruch „Adel verpflichtet“ aktueller denn je. Die auffälligen Proportionen des Fahrzeugs wirken kraftvoll und die mächtigen Kotflügel hinten geben dem Roadster – wie schon dem Coupé – ein sicheres Standing an den sonnigen Plätzen dieser Welt.

Das Debüt auf internationalem Parkett gab Astons Roadster Anfang 2006 in Los Angeles. Technisch basiert das Cabrio auf der geschlossenen Version. Unter der Haube, die in der Frontansicht den Gegnern das Fürchten lehrt, sitzt ein 4,3 Liter großer V8, der mit seinen bewährten 380 PS aufwartet und von den geschulten Aston-Spezialisten nun in den Roadster verpflanzt wird.

Aston Martin V8 Vantage Roadster (2007)
Aston Martin V8 Vantage Roadster (2007)

Das maximale Drehmoment liegt wie im Coupé bei 410 Newtonemtern. In Los Angeles schwärmte Aston Martin Chef Dr. Ulrich Bez, dass „das Auto den unvergleichlichen Kick des offenen Fahrens“ vermitteln werde. Nun, gefahren bin ich noch nicht, aber ein Blick auf das Verdeck kann da sicher nicht schaden, um für eine Erhöhung der Vorfreude zu sorgen.

Der 4,38 Meter lange V8 Vantage Roadster ist kombiniert mit einem aus drei Lagen bestehenden Stoffverdeck, das sich vollautomatisch öffnen und schließen lässt. Die gesamte, in Düsseldorf mehrfach durchgespielte Prozedur, nimmt lediglich 18 Sekunden in Anspruch und wird von der Technik mit einem angenehmen Geräuschpegel durchgeführt. Das Beste daran ist: Bis zu einer gefahrenen Geschwindigkeit von 50 km/h kann die Verdeckfunktion beliebig in Betrieb genommen werden.

Im weitgehend per Hand gearbeiteten Innenraum geht es in Anlehnung an das Coupé sehr edel zur Sache. Die Serienausstattung ist umfangreich und kann mit gezielten Optionen aus der Aufpreisliste individuell perfektioniert werden. Elektrisch verstellbare Ledersitze, eine Klimaautomatik, das Stabilitätsprogramm DSC, Traktionskontrolle, LED-Heckleuchten und eine CD-Anlage mit 160 Watt sind in der Basis enthalten.

Aston Martin V8 Vantage Roadster (2007)
Aston Martin V8 Vantage Roadster (2007)

Standardmäßig ausgeliefert wird der Roadster auf 18 Zöllern mit 235er Reifen vorne sowie 275er Reifen hinten. Die Endmontage des V8 Vantage Roadster erfolgt am Stammsitz der über 90 Jahre alten Marke im englischen Gaydon.

Im zweiten Quartal 2007 werden die Kunden der Preview aus Düsseldorf ihre neuen Autos in Empfang nehmen, um mit bis zu 280 km/h der Sonne entgegen zu fahren. Sollten die neuen Besitzer aus dem Stand dem Regen entfliehen wollen, beschleunigen die 1,7 Tonnen in 5,0 Sekunden auf 100 km/h.

Der Kreis der Aston Martin mit Verdeck, der 1963 durch das Cabriolet des DB5 begründet wurde, wird sich 2007 schließen. Und für uns findet das Warten ein Ende – demnächst schreibe ich über die ausführliche Testfahrt mit dem „Sexiest Roadster Alive“, dem Aston Martin V8 Vantage Roadster. Bis dahin wird das Fingerkribbeln höchst wahrscheinlich weitergehen…

Fotos: Aston Martin

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