Ein Lack, der auf Knopfdruck seine Farbe ändert, Moos im Armaturenbrett und holografische 3D-Effekte – galt vor 30 Jahren noch die Zentralverriegelung als Wunderwerk, bewegt sich das Auto des 21. Jahrhunderts in völlig anderen Sphären. Und weltweit steigen die Automobilhersteller in das Rennen um das Fahrzeug der Zukunft ein und konzipieren umweltfreundliche, intelligente und vernetzte Alleskönner.

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Autonomes Fahren – Trend für die nahe Zukunft

Vor allem eins steht auf der Liste ganz oben: Das autonome Fahren. Dabei wird das Auto per System gesteuert und nicht oder nur teilweise vom Fahrer. Dadurch soll Fahren komfortabler und sicherer werden. Die technischen Anforderungen sind hoch, weil das System eine gigantische Datenmenge verschlingt, die es erst einmal bekommen muss. Abhilfe schaffen Infrarot-Sensoren, Kameras, Ultraschallsensoren und Radar.

Infrarot-Sensoren sollen erkennen, wo der Fahrer seine Hände hinlegt. So bedient er per Fingerdruck Radio oder Freisprecheinrichtung. Während die Reichweite von Monokameras auf 150 Meter limitiert ist und sie nur Ausschnitte abbilden, messen Stereokameras per Fischaugenoptik die nötigen Entfernungen ab. Beim Einparken helfen Ultraschallsensoren mit einer Reichweite von fünf Metern. Um die Geschwindigkeit bei voller Fahrt zu messen, ist Radar unverzichtbar.

Galt früher als Zukunft: DeLorean DMC-12
Galt früher als Zukunft: DeLorean DMC-12

Mit einer Reichweite von 250 Metern misst er die Geschwindigkeit der Objekte und trägt so zum rechtzeitigen Bremsen oder einem Spurwechsel bei. Die Entwicklung all dieser Systeme bedeutet bisher einen enormen finanziellen Aufwand, den Hersteller und Kunden jedoch zu zahlen bereit sind: So verlangt der Autohersteller Daimler um die 4.000,- Euro, Tesla etwa 6.000,- bis 8.000,- Euro für Herstellung und Einbau der Technik.

Allgemein schätzen Experten die Kosten auf 5.000,- bis 10.000,- Euro. Kunden, die schon jetzt eines der modernen Autos haben möchten, sind deshalb oft auf einen Kredit angewiesen. Ein Autokredit Vergleich hilft ihnen, den passenden Tarif zu finden.

Solarzelle und Moosfilter – Energie effizientes Fahren wird wahr

Neben dem autonomen Fahren schmieden Automobilhersteller weitere Pläne, die es technologisch in sich haben. Dass ihre Ideen längst keine Utopie mehr sind, zeigen die neuesten Entwicklungen: Bereits für das Jahr 2018 planen sie den Bau von Solarzellendächern. Verborgen unter einer stoßsicheren Kunststoffschicht überziehen diese das Auto mit Solarzellen. Deren Energie ermöglicht eine zusätzliche Reichweite von bis zu 30 Kilometern.

Toyota arbeitet am Auto der Zukunft
Toyota arbeitet am Auto der Zukunft

Besonders pfiffig sind ökologische Luftfilter: Moos im Innenraum des Armaturenbretts filtert auf natürliche Weise bis zu 20 Prozent des Feinstaubs aus der Luft – einer Pflege bedürfen die unscheinbar wirkenden Pflanzen nicht. Ebenso fleißig werkeln die Entwickler an der passenden Nanotechnologie. Damit soll der Lack auf einen elektrischen Impuls hin seinen Farbeindruck ändern können.

Automatische Scans der Lack-und Karosseriestruktur zeigen kleine Risse und Schäden an und setzen eine Selbstreparatur in Gang. Während diese Technologie noch in den Kinderschuhen steckt, ist das vernetzte Auto zum Greifen nah. Sehr bald soll jedes neue Fahrzeug mit dem weltweiten Internet verbunden sein.

Die selbstgesteckten Ziele der Autobauer sind hoch: Neben dem vernetzten, umweltbewussten und autonomen Auto warten unter anderem Gesten- und Sprachsteuerung, LED-Technik, Bremssysteme, Elektromotoren, selbstlenkbare Einparksysteme und Head-Up Displays darauf, fit für die Zukunft gemacht zu werden…

Fotos: Pixabay, CC0 Public Domain

Rubriken: Cars