Die Höhle der Löwen

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Die Höhle der Löwen ist eine TV-Show, die seit 2014 wöchentlich dienstags bei Vox ausgestrahlt wird. Es handelt sich hierbei um einen Ableger der US-Shows „Dragon’s Den“ und „Shark Tank“, die weltweit und besonders in Australien und Japan erfolgreich sind. Am 12. Oktober 2016 startete die vierte Staffel der Höhle der Löwen.

Worum geht es in der Höhle der Löwen?

Erfinder und Unternehmensgründer mit innovativen Geschäftskonzepten stellen ihre Ideen den Löwen, einer fünfköpfigen Jury, vor. Ihr Ziel ist es, ein Risikokapital für die Entwicklung oder das Wachstum ihres Unternehmens zu erhalten. Im Gegenzug bieten sie dem Investor Geschäftsanteile an. Die Löwen sind echte Investoren.

Jochen Schweizer, Ex-Stuntman und Chef eines Event-Unternehmens mit 500 Mitarbeitern, Ralf Dümmel, Vorstand des internationalen Handelsunternehmens „DS Produkte“, Judith Williams, Unternehmerin und Home-Shopping-Queen, Frank Thelen, der seit 20 Jahren Start-up Unternehmen gründet, und Carsten Maschmeyer, einer der wohlhabensten Finanzunternehmer Deutschlands („AWD“).

Die Höhle der Löwen
Die Höhle der Löwen

Die meisten Start-ups bieten Dienstleistungen oder Produkte an, die es in dieser Form bisher nicht gibt. Einige davon sind noch nicht marktreif und in der Entwicklungsphase, andere kann man bereits online bestellen.

Erfolgreiche Gründer

„Blufixx“ ist die Erfindung von Dinko Jurcevic (40). Es handelt sich um einen Klebstoff, der ähnlich funktioniert wie der Kleber für Zahnreparaturen und Kronen. Mit einem LED-Stift wird der Klebstoff in kurzer Zeit ausgehärtet. So werden Verformungen während des Trocknens ausgeschlossen. Jurcevics Vorstellung ist es, 200.000,- Euro zu erhalten und im Gegenzug 10% seiner Firmenanteile anzubieten.

Erstmals in der Hõhle der Löwen sind alle Investoren interessiert und machen ihre Angebote. Es wird hoch gepokert, und auch hier muss man Casino Regeln beachten. 300.000,- Euro bei 20% Gewinnanteilen bieten Frau Williams und Herr Thelen nach langem Zögern an, doch Carsten Maschmeyer kontert im letzten Moment. So erhält Jurcevic 300.000,- Euro Risikokapital und gibt dafür lediglich 10% an den Finanzunternehmer ab.

Start-ups
Start-ups

Großen Erfolg haben die Brüder Denis und Daniel Gibisch mit ihrem Unternehmen „Little Lunch“. Sie überzeugten drei Juroren von ihrer Geschäftsidee und verließen die Höhle der Löwen mit dreimal 100.000,- Euro gegen 30% Anteile an ihrer Firma. Das Unternehmen wächst, 18 neue Mitarbeiter wurden eingestellt, inzwischen werden die Suppen der Gibisch-Brüder schon in Großbritannien und China verkauft. Ihr Ziel für das laufende Jahr liegt bei 20 Millionen Euro Umsatz.

Wie groß sind die Chancen in der Höhle der Löwen?

Nicht immer funktioniert es so erfolgreich. Die Start-up Firma „Heimatgut“ stellt vegane und glutenfreie Chips aus Wirsing her. 125.000,- Euro gegen 30% sollte der Deal sein. Daraus wurde aber im Endeffekt nichts. Die Unterlagen überzeugten dann doch nicht, äußerte sich der Eventmanager Jochen Schweizer zum geplatzten Geschäft. Das ist kein Einzelfall.

Sehr viele der Deals scheitern bei den Nachverhandlungen nach der Sendung und das erhoffte Kapital bleibt aus. Vorteile hat der Auftritt in der Höhle der Löwen für die Start-up Unternehmer dennoch. Die Werbewirksamkeit der Sendung ist enorm, und so kommt es selbst ohne Extrakapital zu mehr Präsenz im Internet, ansteigenden Verkaufszahlen und Interesse von anderen möglichen Investoren.

Fotos: Vox (1), Pixabay, CC0 Public Domain (1)

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