Tipps von der Heilpraktikerin: Fasten trotz Job

Blog Verfasst von:

SHOTS MAGAZIN

  @shotsmagazin

Am 1. März 2017 beginnt wieder die Fastenzeit. Für viele Menschen ist das ein Anlass, selbst zu fasten, um Körper und Seele von innen heraus zu reinigen. Allerdings ist es anstrengend, tagelang komplett auf Nahrung zu verzichten.

Mit einem stressigen Job lässt sich das oft nicht vereinbaren. Heilpraktikerin Mathilde Füssel-Wittwer aus Oberstaufen verrät jetzt eine Methode, die sich im Alltag gut bewährt hat.

Eine Fastenkur ist wie ein Frühjahrsputz von innen: Sie hilft, die über den Winter angesammelten Schlacken loszuwerden und unbeschwert sowie voller Schwung in den Frühling zu starten. „Es gibt fast niemanden, dem das nicht gut tut“, betont Mathilde Füssel-Wittwer. „Nichts essen ist gleichbedeutend mit Erholung für Körper, Geist und Seele. Es gibt uns die Möglichkeit, in Ruhe Kräfte zu sammeln.“

Der Stress fällt von den Fastenden ab, sie sind entspannt und spüren, wie ihre Energie zurückkehrt. Vor allem Menschen mit Wohlstandskrankheiten wie Übergewicht, Bluthochdruck oder hohem Cholesterinspiegel profitieren davon. Erhöhte Werte normalisieren sich, auch die Neigung zu Kopf- und Gelenkschmerzen geht zurück. Zusätzlich wird das Immunsystem gestärkt.

Mathilde Füssel-Wittwer
Mathilde Füssel-Wittwer

Viele Fastenkuren sind als Vollzeit-Programm konzipiert. Doch muss man sich wirklich ein bis zwei Wochen freinehmen, um den Stoffwechsel erfolgreich auf Vordermann zu bringen? Nein, es geht auch anders. „Ich rate Berufstätigen zu einer Woche Obstfasten“, sagt die Heilpraktikerin. „Das Gehirn erhält dabei nach wie vor Glucose (Zucker), man bleibt leistungsfähig.“

Damit lässt sich die Fastenkur problemlos in den Alltag integrieren. Darauf verzichten sollten lediglich Diabetiker und Personen mit Fructose-Intoleranz wegen dem Obst. Für diese Gruppe bietet sich das bewährte Basenfasten mit Salat und Gemüse der Saison als gute Alternative an.

Es ist ratsam, an einem Wochenende zu starten. Dann kann man zur Ruhe kommen, sich aufs Fasten einstimmen und sich langsam an die stark reduzierte Ernährung gewöhnen. „Beginnen Sie mit milden Obstsorten, etwa einer Banane, einer Mango oder einem Apfel“, empfiehlt Mathilde Füssel-Wittwer. Später können andere Früchte dazukommen wie Ananas mit ihrem entwässernden Effekt. Das Frühstück besteht aus zwei Obstsorten und Kräutertee.

„Richten Sie sich für mittags einen Obstteller aus drei bis vier verschiedenen Früchten an. Seien Sie dabei kreativ, damit er schön appetitlich aussieht.“ Zur Abrundung des Tages gibt es abends leichtes gedämpftes Gemüse wie Fenchel oder Karotten, im Sommer auch mal Salat. Über den Tag verteilt sollte man mindestens zwei Liter stilles Wasser oder Kräuter- oder Früchtetee trinken. Am darauffolgenden Wochenende steigt man dann schonend wieder in die normale Ernährung ein.

Mathilde Füssel-Wittwer gibt Tipps
Mathilde Füssel-Wittwer gibt Tipps

„Oft haben Fastende in den ersten Tagen Beschwerden: Der Blutdruck sinkt, sie fühlen sich schlapp und unkonzentriert, sie entwickeln Kopfschmerzen, manchmal schwellen auch die Gelenke an“, beschreibt die Expertin ihre Erfahrungen aus 25 Jahren Praxis. Der Grund: Als Reaktion auf die stark reduzierte Nahrungszufuhr greift der Körper seine Fettdepots an. Beim Abbau von Körperfett entstehen jedoch sogenannte Ketosäuren. Sie fördern eine Übersäuerung und belasten den Stoffwechsel. Dies bezeichnet man als Fastenkrise.

Abhilfe schaffen basische Mineralstoffe, welche die überschüssige Säure neutralisieren und so den Stoffwechsel beim Fasten unterstützen. Zwar liefern Früchte, Salat und Gemüse basische Mineralstoffe, man nimmt jedoch während des Fastens keine großen Mengen an Nahrung zu sich und so entsteht mehr Säure beim Fasten.

„Ich empfehle daher immer, begleitend zu einer Fastenkur basische Mineralstoffe einzunehmen. Sie schwächen die Fastenkrise ganz deutlich ab und meinen Patienten geht es damit immer gut“, unterstreicht Mathilde Füssel-Wittwer. Geeignet sind gut verträgliche Basenpräparate wie Basica aus der Apotheke.

„Außerdem sollte man jeden Tag bewusst eine halbe Stunde an die frische Luft gehen. Das muss gar kein Marathon sein – ein Spaziergang genügt. Er versorgt den Körper mit Sauerstoff und tut auch der Seele gut“, sagt sie abschließend.

Fotos: Basica / Protina Pharmazeutische GmbH 

Support   /   Newsletter