Interview Annika Ernst: Fliegen war schon immer mein Traum

Jan-Christopher Sierks Verfasst von:

SHOTS MAGAZIN

  @shotsmagazin

Annika Ernst (34) ist seit über zehn Jahren ein vertrautes Gesicht für TV Zuschauer. Die gelernte Schauspielerin war und ist regelmäßig in Filmen wie „Zweiohrküken“ und Serien wie „Einstein“ zu sehen.

Bei „Shots“ spricht sie nun ganz aktuell über ihre Karriere und ihr Faible für Sport. Dabei geht es auch um Einkäufe im Schlafanzug und ums Fliegen. Hier ist das Gespräch, das wir nun in Berlin führten.

Annika, die Leser/innen kennen Dich aus dem TV. Was waren für Dich persönlich die Highlights der bisherigen Rollen?

Ich drehe gerade vier weitere Folgen der Sat.1 Serie „Einstein“, die ab Herbst 2016 ausgestrahlt werden soll. Meine Rolle der coolen Kommissarin Elena Lange ist für mich ein echtes Highlight. Nicht nur, weil ich schießen darf und viele Stunts dabei sind, noch dazu ist die Serie urkomisch und wir lachen uns bei den Dreharbeiten oft schlapp!

Du bist aus “Herzensbrecher – Vater von vier Söhnen” ausgestiegen. Ist das nicht ein berufliches Risiko heutzutage?

Ich habe sehr gerne bei den Herzensbrechern mitgespielt, aber nach drei Staffeln wollte ich auch mal neue Herausforderungen angehen. Klar, das birgt zwar ein gewisses Risiko. Aber: No risk, no fun!

Annika Ernst
Annika Ernst

Du wurdest durch “Mission Hollywood” mit Til Schweiger bundesweit bekannt. Wie war das für Dich?

Die Dreharbeiten zu “Mission Hollywood” waren ziemlich außergewöhnlich, sehr anstrengend aber auch total toll. Wir hatten unheimlich viel Spaß und konnten verrückte Sachen ausprobieren. Noch dazu haben wir in einer Villa in Los Angeles gewohnt. Diese Erlebnisse werde ich niemals vergessen. Obwohl das Format quotentechnisch leider kein Riesenerfolg war, werde ich bis heute (und die Show lief ja bereits 2009!) immer wieder darauf angesprochen. Tatsächlich häufiger als auf jedes andere Format, das ich bisher gemacht habe. Zu 99 Prozent bekomme ich darauf sehr positives Feedback und das freut mich natürlich unheimlich.

Haben sich die Menschen Dir gegenüber durch den Erfolg verändert, als die Karriere größer wurde?

Die Menschen in meinem engeren Kreis haben sich gar nicht verändert. Die meisten meiner Freunde sind auch aus dem Film Business, insofern ist mein Beruf für sie nichts „Besonderes“. Und für meine Familie bin und bleibe ich einfach immer die Tochter oder die Schwester von damals, was auch gut so ist. In meinem kleinen Heimatort Georgsdorf an der holländischen Grenze sind viele der 1.000 Einwohner sehr stolz auf „unsere Annika“, wie sie mich nennen (lacht).

Annika Ernst
Annika Ernst

Und was für Projekte stehen aktuell an?

Sat.1 hat sich entschieden, die erste Staffel von „Einstein“ noch vor der ursprünglich geplanten Ausstrahlung um vier Folgen zu erweitern. Bereits im letzten Jahr hatten wir die ersten sechs Folgen abgedreht und gerade drehen wir für die neuen Folgen in Köln. Mit Tom Beck als genial-verpeiltem Wissenschaftler und mir als tougher Kommissarin. Ich finde die Entscheidung des Senders toll, denn ich bin mir sicher, dass die Zuschauer die Serie lieben werden!

Du bist super-sportlich. Was machst Du alles?

Ich mache jeden Tag Sport. Dabei verfolge ich keinen Trainingsplan, sondern mache immer das, worauf ich Lust habe. Ich laufe für mein Leben gern. Gerade bin ich einen Halbmarathon in New York gelaufen und im September folgt der Berlin Marathon. Zum Trainieren gehe ich in Berlin regelmäßig in ein CrossFit Studio, außerdem liebe ich Pilates und Yoga. Unter anderem „Bikram Yoga“ bei „39°“. Letzten Winter habe ich mit Kickboxen angefangen, was einfach genial ist! Wenn die Zeit zu kurz ist, trainiere ich einfach zu Hause. Liegestütze, Kniebeugen und Hanteltraining. Das Wichtigste ist, dass ich einmal pro Tag meinen Puls komplett hochfahre, dann fühle ich mich einfach besser.

2014 und 2015 habe ich eine Grundausbildung im Schießen absolviert, auch als Vorbereitung auf die Dreharbeiten zu „Einstein“. Letztes Jahr habe ich mit dem Tauchen angefangen, was mir eine komplett neue Welt, die Unterwasserwelt, eröffnet hat. Ich kann es gar nicht abwarten, im nächsten Urlaub wieder abzutauchen. Davor werde ich mich aber noch daranmachen, die Luft zu erobern, denn ich habe von meinem Freund eine Gleitschirmausbildung zu Weihnachten geschenkt bekommen. Fliegen war schon immer mein Traum.

Annika Ernst
Annika Ernst

Gibt es Themen, für die Du Dich engagierst, die Dir am Herzen liegen?

Ich engagiere mich in verschiedenen Bereichen und das auch schon sehr lange. Ich beziehe zum Beispiel schon seit über zehn Jahren zu einhundert Prozent Ökostrom und Ökogas. Außerdem unterstütze ich seit 2004 über die Organisation „Plan International“. Mit einem Patenkind in Simbabwe bzw. jetzt schon das zweite, da das erste Mädchen mittlerweile erwachsen ist.

Thema Mode: Was sind Deine Lieblingsmarken, was trägst Du gerne?

Ich liebe zum Beispiel „Abercrombie & Fitch“! Als ich für den Halbmarathon kürzlich in New York war, habe ich dort den halben Store geplündert. Die Mischung aus lässig, feminin, verspielt und modern ist genau mein Ding.

Und hast Du spezielle Beauty Tipps oder Lieblingsprodukte in dem Bereich?

Mein Tipp: Weniger ist mehr! Ich glaube nicht, dass man drei, vier oder noch mehr Produkte alleine für die Gesichtspflege braucht. Ich benutze ein Reinigungsprodukt und eine gute Creme, Punkt. Ich habe eine sehr empfindliche Haut und festgestellt, dass sie durch das Reduzieren der Pflegeprodukte viel schöner geworden ist.

Annika Ernst
Annika Ernst

Berlin: Was liebst Du an dieser Stadt?

In Berlin kann jeder so sein, wie er ist. Ich wohne direkt in Mitte und selbst da kann ich mal schnell im Schlafanzug beim Kiosk Milch holen, ohne dass jemand verwundert guckt. Außerdem liebe ich Berlins Umland mit all seinen Seen.

Was ist Dein allergrößter Traum?

Alleine mit dem Gleitschirm durch die Alpen zu segeln!

Welche Autos magst Du? Hast Du Benzin im Blut?

Ich habe, ehrlich gesagt, nur wenig mit Autos am Hut. Mein Freund verdreht immer die Augen, wenn ich nicht die Marke sondern die Farbe eines Autos nenne, um es zu beschreiben. So von wegen „Das Blaue da hinten…“ (lacht).

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Fotos: Heiko Laschitzki (4), Jan Rickers (1)

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