Copy-Könige: Urheberrecht von Artikeln

Jan-Christopher Sierks Verfasst von:

SHOTS MAGAZIN

  @shotsmagazin

Jeder vernünftige Journalist, Blattmacher oder Blogger weiß, dass es verboten ist, trotzdem passiert es immer wieder: Das Kopieren von Artikeln und das Veröffentlichen dieser kopierten Inhalte in anderen Magazinen oder in anderen Blogs.

In letzter Zeit kam es immer häufiger vor, dass andere Medien unsere Beiträge verwendet haben. Das ist ein klarer Verstoß gegen das Urheberrecht. Meistens sind diese Medien nicht sehr bekannt, haben kaum Relevanz und verstehen schon gar nicht, dass sich dieser doppelte Content auch schlecht auf das Ranking in Suchmaschinen auswirkt

Hier nochmal für die Copy-and-Paste-Könige, die ganz Schlauen sowie die ahnungslosen Hobbyblogger kurz und simpel erklärt, warum das so ist. In einer Redaktion sitzen Redakteure oder Blogger, die gegen Entgelt ihre Zeit investieren, um Artikel zu schreiben oder Beiträge zu verfassen. Meistens werden zusätzlich Fotos angefertigt, oftmals werden Bilder auch eingekauft.

Redaktionsarbeit
Redaktionsarbeit

Damit unterliegen die erstellten Inhalte dem Urheberrecht des Erstellers oder des Auftaggebers, also dem Autor oder dem Magazin, je nach Vereinbarung. Wenn ich es mir nun ganz einfach mache, einen Artikel kopiere und diesen in meinem eigenen Magazin veröffentliche, dann ist das ein Verstoß, der bei entsprechender Verfolgung sehr teuer werden kann.

Wenn dazu noch die selbst erstellten oder eingekauften Fotos mit kopiert und hochgeladen werden, wird es logischerweise noch teurer, da Bilder immer mit verschiedenen Lizenzen zur Verwendung belegt sind. Das gilt natürlich auch für Bewegtbildmaterial wie Videos und Footage.

Es gibt Tools, die das Ganze leicht herausfinden, wenn jemand fremden Content verwendet. Auch wir bei „Shots“ nutzen solche Lösungen. Was in Ordnung ist, sind Ausschnitte eines Beitrages mit Nennung der Quelle, zum Beispiel wenn zitiert wird oder ein Zitat eingebunden wird.

Redaktionsarbeit
Redaktionsarbeit

Das kann auch mal ein ganzer Absatz sein. Täglich nachzulesen in den großen Tageszeitungen, die sich gegenseitig zitieren. In der Regel allerdings ohne übernommenes Foto. Eine weitere Möglichkeit wäre, einen Screenshot anzufertigen und ebenfalls die Quelle mit anzugeben.

Aber nie und nimmer kopiert man Content, lädt ihn auf seiner eigenen Plattform hoch und teilt die Inhalte noch mit der eigenen Internetadresse in Social Media. Wer so vorgeht, sollte sein Magazin oder seinen Blog am besten gleich dichtmachen, die Finger von der Contenterstellung lassen oder erstmal eine Journalistenschule besuchen.

Das musste für die Copy-Könige mal gesagt werden. Danke.

Fotos: shots.media

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