Rauchverbote in Deutschland: So sind sie geregelt

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Raucher sind in Deutschland nicht allzu beliebt – sogar bei anderen Rauchern. Eine Umfrage brachte zutage, dass etwa 40 Prozent der Befragten sich von Rauchern gestört fühlen.

Doch in Deutschland ist das Rauchverbot nicht einheitlich geregelt: Jedes Bundesland kocht sein eigenes Süppchen und hat ein eigenes Nichtraucherschutzgesetz. Wie die Bundesländer die Rauchverbote regeln, erläutern wir nachfolgend.

So handhaben die Bundesländer das Nichtraucherschutzgesetz

Das internationale Marktforschungsinstitut YouGov hat eine Umfrage durchführen lassen, in dem Menschen befragt wurden, inwieweit es sie störe, wenn in ihrer Gegenwart bzw. in ihrer Nachbarschaft geraucht wird. Dabei sagten 40 Prozent der befragten Personen, dass sie sich von Rauchern gestört fühlen. Am unbeliebtesten sind dabei Zigarillos und Zigarren, selbst unter den Rauchern.

Das Dampfen von E-Zigaretten kommt dabei etwas glimpflicher davon: 39 Prozent sagten aus, dass sie sich davon sehr oder eher gestört fühlen – bei den Zigaretten, Zigarren und Zigarillos lag der Wert zwischen 57 Prozent und 67 Prozent.

Rauchverbote in Deutschland: So sind sie geregelt
Rauchverbote in Deutschland: So sind sie geregelt

Unter das Nichtraucherschutzgesetz fallen E-Zigaretten jedenfalls nicht, wie der Fachhändler Mr Smoke in einem Magazinbeitrag ausführlicher erläutert. Für Konsumenten herkömmlicher Zigaretten sowie von Zigarillos und Zigarren ist der Blick auf die Gesetzeslage in den einzelnen Bundesländern hingegen nicht nur interessant, sondern auch notwendig – zumal sich die Regelungen zum Teil recht stark unterscheiden.

Baden-Württemberg: Das Rauchverbot existiert seit dem 1. August 2007 in Gaststätten – ausgenommen sind Lokale, die lediglich kalte Speisen anbieten, die keinen Zutritt von Personen unter 18 Jahre erlauben oder abgetrennte Raucherräume von weniger als 100 Quadratmeter.

Bayern: Seit dem 1. August 2010 gibt es hier das strikteste Rauchverbot: Rauchen ist verboten in Gaststätten, Kneipen und Bierzelten.

Berlin: Rauchverbot seit dem 1. Januar 2008, ausgenommen sind separate Nebenräume mit Servierverbot.

Brandenburg: Ebenfalls Rauchverbot seit 1. Januar 2008. Ausnahme: Abgetrennte Raucherräume, das gilt allerdings nicht in Diskotheken.

Bremen: Ausgenommen sind abgeschlossene Raucherräume, Rauchverbot gilt seit 1. Januar 2008.

Hamburg: Rauchverbot in allen gastronomischen Betrieben mit Speisen seit dem 1. Januar 2010. Ausnahme: Ein-Raum-Kneipen und Bars unter 50 Quadratmeter.

Hessen: Freie Entscheidung für Wirte mit Ein-Raum-Kneipen seit dem 17. März 2010, ob Rauchergaststätte oder Nichtrauchergaststätte.

Mecklenburg-Vorpommern: Seit Ende 2009 Rauchverbot in Spielbanken und Spielhallen, in kleinen Eckkneipen ist es erlaubt.

Rauchverbote in Deutschland: So sind sie geregelt
Rauchverbote in Deutschland: So sind sie geregelt

Niedersachsen: Rauchverbot seit dem 1. August 2007 in vielen öffentlichen Einrichtungen.

Nordrhein-Westfalen: Nichtraucherschutzgesetz seit 2008 mit zahlreichen Ausnahmeregeln.

Rheinland-Pfalz: Seit dem 15. Februar 2008 gilt das Rauchverbot, ausgenommen sind abgetrennte Nebenräume.

Saarland: Rauchverbot seit dem 1. April 2011.

Sachsen: Seit dem 1. Februar 2008 gilt ein Rauchverbot, ausgenommen sind inhabergeführte Ein-Raum-Gaststätten sowie abgetrennte Raucherräume.

Sachsen-Anhalt: Seit dem 1. Januar 2008 gilt ein Rauchverbot, Raucherräume sind erlaubt, ausgenommen in Diskotheken.

Schleswig-Holstein: Rauchverbot seit 1. Januar 2008 Ausnahmen: Festzelte und abgetrennte Raucherräume sowie Ein-Raum-Kneipen ohne Angestellte.

Thüringen: Seit dem 1. Juli 2008 gilt ein Rauchverbot, abgetrennte Raucherzimmer sind erlaubt und in Diskotheken, wenn der Raum ohne Tanzfläche ist.

Fotos: Pixabay, CC0 Public Domain

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