Wer sich wieder einmal ein neues Auto zulegt, steht regelmäßig vor der Frage, ob eine Vollkaskoversicherung notwendig ist oder nicht doch eine Teilkaskoversicherung ausreichend wäre.

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Ohne Kaskoversicherung zu fahren, würde im Falle eines Unfalls bedeuten, weder ein funktionstüchtiges Auto noch Geld dafür zu haben.

Die Frage, welche der beiden Kaskoversicherungen sinnvoller ist, ist vor allem eine Kostenfrage, da die Beiträge für eine Vollkaskoversicherung meist sehr hoch sind. Bei erfahrungenscout.de gibt es Tests und Erfahrungsberichte zu den Anbietern von Voll- und Teilkaskoversicherungen.

Alter und Wert des Autos entscheidend

Für ein altes Auto, das nur noch wenig Wert hat, lohnt es sich in den meisten Fällen kaum, eine Kaskoversicherung abzuschließen. In diesem Fall reicht die Kfz-Haftpflichtversicherung, die in Deutschland für jeden Autohalter obligatorisch ist.

Bei alten Autos ist schließlich ohnehin irgendwann ein neues Auto fällig. Hier kann man ein Darlehen berechnen, um sich ein neues Auto zuzulegen. Für neue und sehr wertvolle Autos lohnt es sich dagegen fast immer, das Geld für eine Vollkaskoversicherung zu investieren.

Aufgrund des meist hohen Wertverlustes in den ersten Jahren nach dem Kauf eines Neuwagens, kann in vielen Fällen empfohlen werden, für drei bis fünf Jahre eine Vollkaskoversicherung abzuschließen – und diese dann in die wesentlich günstigere Teilkaskoversicherung umzuwandeln.

Schadenfreiheitsrabatt und geleaste oder finanzierte Autos

Für diejenigen, die einen hohen Schadenfreiheitsrabatt besitzen, der auch auf die Vollkaskoversicherung, nicht jedoch auf die Teilkaskoversicherung angewendet wird, könnte es sich jedoch auch mit einem älteren Auto lohnen in der Vollkaskoversicherung zu bleiben, weil die Versicherungsprämien für die Voll- und Teilkaskoversicherung womöglich sehr eng beieinanderliegen.

Auch für geleaste Fahrzeuge und mit einem Kredit oder ein an sich sehr wertvolles Auto, wird eine Vollkaskoversicherung über die Leasing- beziehungsweise Darlehenslaufzeit empfohlen.

Autoversicherung: Vollkasko oder Teilkasko - was lohnt sich wirklich?
Autoversicherung: Vollkasko oder Teilkasko – was lohnt sich wirklich?

Bei geleasten oder mit Kredit finanzierten Fahrzeugen, sollte auch über eine zusätzliche GAP-Deckung nachgedacht werden, die im Falle eines Totalschadens die Differenz zwischen der ausgezahlten Versicherungssumme und dem, was noch an den Leasing- oder Kreditgeber zu zahlen ist, abdeckt.

Nach einigen Jahren in die Teilkasko wechseln

Hat das ehemals neue Auto nach einigen Jahren bereits einen großen Teil seines Wertes verloren, reicht fast immer eine Teilkaskoversicherung aus. Sollte das Auto gestohlen werden, ersetzt die Teilkaskoversicherung den Zeitwert des Wagens.

Da der Zeitwert des Autos im Laufe der Zeit immer weiter sinkt, kann man sich irgendwann auch die Prämie für die Teilkaskoversicherung sparen.

Wofür kommen die Voll- und Teilkaskoversicherung auf?

Die Teilkaskoversicherung kommt in der Regel für Diebstahl, Raub und Unterschlagung, Brand und Explosion, Unwetterschäden wie Sturm, Blitzschlag, Hagel und Überschwemmung, Schäden durch Zusammenstöße mit Haarwild, also Rehe oder Wildschweine, Marderbisse an Kabeln, Schläuchen oder Leitungen, Kabelschäden durch Kurzschlüsse und bei Glasbruch, beziehungsweise Steinschlag auf.

Welche Schäden konkret eingeschlossen sind, ist mit der Versicherung meist verhandelbar.

Soll das Auto auch gegen Vandalismus und selbstverschuldete Unfälle, das heißt Schäden am eigenen Wagen nach einem Unfall, versichert sein, muss dagegen eine Vollkaskoversicherung abgeschlossen werden, da solche Schäden nicht durch die Teilkaskoversicherung abgedeckt sind.

Bei einer Vollkaskoversicherung könnte es auch sinnvoll sein, über einen Zeitraum von 24 Monaten eine Neuwertentschädigung zu vereinbaren, so dass der Wertverlust, der bei einem Neuwagen in den ersten Jahren sehr hoch ist, abgedeckt wird.

In jedem Fall empfohlen wird bei einer Vollkaskoversicherung die Klausel, dass keine Einrede grober Fahrlässigkeit erfolgt und so auch Schäden abgedeckt sind, die etwa durch das Überfahren einer roten Ampel oder durch das Telefonieren mit dem Handy entstehen.

Shots Magazin / © Fotos: Fabian Albert (1), Element5 Digital (1), Unsplash

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