Jeder kennt sie, jeder liebt sie: Die Rede ist von Lieblingsserien. Ob Schwarzwaldklinik, Raumschiff Enterprise oder Desperate Housewives – die Liste an Serien, die zu wahren Publikumsmagneten avancierten, ist schier endlos.

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Doch wie gelingt den Machern dieser Coup? Was macht gute Serien so erfolgreich? Und warum fällt man als Zuschauer immer wieder auf die Tricks herein und kommt von bestimmten Sendungen einfach nicht mehr los?

Binge Watching: Seriengucken bis zum Abwinken

Wer nicht mehr vom Fernseher und der dort gezeigten Serie loskommt, leidet eventuell unter dem Phänomen Binge Watching. Der Begriff ist noch recht neu und orientiert sich am Binge Drinking – dem englischen Wort für Komasaufen. Ob das Schauen von Serien über Pay-TV-Sender tatsächlich mit einer Sucht vergleichbar ist, darüber sind sich die Experten bisher nicht ganz im Klaren.

Es gibt zwar eine Studie aus dem Jahr 2013, die tatsächlich körperliche Reaktionen im Rahmen des Serienentzugs bestätigt hat. Allerdings sind die Testergebnisse streitbar. So ist die Sucht beim Schauen von Serien nicht mit der des Konsums harter Drogen vergleichbar.

Deutschland hinkt hinterher

Die meisten hierzulande bekannten Serien werden in den USA oder Großbritannien produziert. Aufgrund von Übersetzungsarbeiten kann es dann einige Zeit dauern, bis die Serien über die deutschen Bildschirme flimmern. Selbst wenn man die Serie eigentlich im O-Ton sehen und hören möchte, dauert es recht lange, bis diese bei den gängigen Streaming-Diensten verfügbar ist.

So machen Serien süchtig
So machen Serien süchtig

Wer unmittelbar Zugriff auf ausländische Dienste haben möchte, kann beispielsweise bei Allpay TV einen Zugang zum britischen Sky erwerben. So kann man auch vom europäischen Festland auf dem neuesten Stand bleiben.

Ursache für Sucht: Flucht in eine Parallelwelt zu guten Bekannten

Ein Trick der Macher von Serien ist, interessante Charaktere zu entwerfen. Dies können kleine Helden sein, wie zum Beispiel bei Lassie oder Flipper, aber auch abgefahrene Persönlichkeiten wie Al Bundy in der Sitcom „Eine schrecklich nette Familie“. Damit der Zuschauer die Serie immer wieder gucken möchte, reicht es, dass die Story beziehungsweise die erlebten Abenteuer für das Publikum interessant sind.

Lustige und spannende Geschichten in ungewöhnlicher Umgebung mit einem Charakter, den man beim mehrmaligen Konsum kennt, bedeuten für viele Menschen Abwechslung vom Alltag. Extensives Schauen von Serien kann daher als ein „Treffen“ mit guten Bekannten gewertet werden, bei denen man sich nicht anstrengen muss, bei denen man keine Leistung zu erbringen hat und die einen nicht bewerten.

Wir klinken uns beim Fernsehen einfach aus dem Alltag aus, entspannen und vergessen die Welt um uns herum. Stattdessen schauen wir uns lieber die Entwicklung ein paar uns bekannter Charaktere und ihre Stories an – denn diese Stories sind manchmal einfach besser als die, die das wahre Leben schreibt…

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Fotos: Pixabay, CC0 Public Domain