Selbst als Fashion-Bloggerin bei „Shots“ ist man nicht vor Abzocke und Abofallen sicher. Heute bekomme ich eine Push-Nachricht von meiner Bank auf das Smartphone, dass JustFab, so etwas wie ein Billig-Discounter unter den Mode-Online-Shops, 39,95 Euro für eine VIP-Mitgliedschaft von meinem Konto abgebucht hat. Ich bin voll in die Abofalle getappt!

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Eigentlich kenne ich mich ja richtig gut aus, schreibe selbst täglich über hochwertige sowie angesagte Fashion, bin auf Shows eingeladen und habe den Durchblick. Aber die Macher von JustFab, Gerrit Müller und Thorsten Struck, haben mich in einem emotionalen Moment erwischt – und da setzte der Verstand wohl aus.

So funktioniert die Abzocke von JustFab

An meinem Geburtstag erhalte ich eine E-Mail, dass ich 75% Rabatt auf einen Wunschartikel bekomme und nur die Versandkosten zahlen soll. Ein tolles Angebot! Ich google JustFab nicht und bestelle unterwegs über das iPhone ein Paar Sneaker, die ganz stylish aussehen. Was ich auf dem Handy in der Hektik nicht sehe: Ich habe somit ein Abo, eine sogenannte VIP-Mitgliedschaft, bei den Berlinern, die zur TechStyle Fashion Group gehören, abgeschlossen…

Ab jetzt werden jeden Monat 39,95 Euro von meinem Konto abgebucht. Eine billige Masche, über die bereits viele Kollegen sowie Verbraucherschützer berichteten – und auf die anscheinend bereits tausende andere Mädchen wie ich reingefallen sind.

Der Skandal um den Datenschutz bei JustFab

Da ich mich nun mit dem Thema auseinandersetze: Wie kam eigentlich die erste Geburtstags-E-Mail zustande? Eine Recherche in meinem E-Mail-Archiv ergab: Ich hatte noch nie etwas mit JustFab zu tun. Weder mit einem der Geschäftsführer, noch mit einem PR-Berater, einer externen Agentur oder sonstigen Ansprechpartnern.

JustFab: Die betrügerische VIP-Mitgliedschaft bei Gerrit Müller und Thorsten Struck
JustFab: Die betrügerische VIP-Mitgliedschaft bei Gerrit Müller und Thorsten Struck

Da ich JustFab nicht kannte und die Abzockseite bisher an mir vorbei lief, frage ich mich nun: Woher haben die Macher meinen Namen, meine E-Mail-Adresse und mein Geburtsdatum? Das kann ab jetzt der Datenschutzbeauftragte des Landes Berlin klären, an den ich dieses Anliegen heute weitergegeben habe. Wenn – woher auch immer – anscheinend Daten zum Versenden von unerwünschten Werbemails generiert werden, möchte ich gar nicht erst wissen, was dort noch so alles beim Datenschutz passiert.

Mein Fazit zu JustFab

Die Sneaker sind übrigens beim zweiten Tragen gerissen. Billig bleibt billig. Deshalb noch eine Empfehlung: Sucht Online-Shops, die Ihr nicht kennt, in Suchmaschinen! Ihr seht es meist auch dran, dass etwas nicht stimmt, wenn auf Corporate Sites wie „Über uns“ oder „Presse“ keine Ansprechpartner mit Foto, Telefon und E-Mail-Adresse stehen.

Die Call-Center-Hotline unter 030 56838013 ist eine Frechheit. Wer dort einmal zur Klärung eines Vorfalles angerufen hat, weiß was ich meine. Es geht bei JustFab nur um die reine Abzocke. Hier findet man alle Informationen zu der betrügerischen sowie ungewollten Mitgliedschaft: justfab.de/hilfe/faq?path=/VIP-Mitgliedschaft/.

Beim nächsten für mich neuen Online-Shop google ich dann auch wieder vor dem Bestellen. Und ich hoffe, dass JustFab irgendwann mit dieser Abofallen-Masche der VIP-Mitgliedschaft gehörig auf die Nase fällt. Wie das Ganze ausgeht, veröffentliche ich hier bei „Shots“, sobald es Neuigkeiten gibt.

Bis dahin wünsche ich viel Spaß beim „Woanders-als-bei-JustFab-Shoppen“…

Foto: Pixabay CC0 Public Domain (1), Screenshot: justfab.de (1)

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