Sie haben sich also für eine Reise in ein fernes Land entschieden, anstatt zum nächsten Einkaufszentrum zu fahren. Sie wollen nach ausgefallenen Kleidungsstücken suchen, die Ihre Garderobe bereichern sollen – und gleichzeitig wollen Sie dabei auch ein fantastisches Abenteuer erleben. Es schaut so aus, also ob Sie die richtige Wahl getroffen haben!

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Abgesehen von dem unbestreitbaren Spaß und den Erlebnissen, die das Einkaufen in Übersee normalerweise mit sich bringt, können Sie aber während Ihrer Reise mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert werden. Im Gegensatz zu dem Ihnen bekannten Einkaufszentrum um die Ecke können sich die Einkaufsmöglichkeiten im Ausland von denen in Ihrem Heimatland durchaus stark unterscheiden.

Dort gibt es eine andere Währung, Gesetze, Kulturen und auch die Preise werden sich mit Sicherheit von jenen zu Hause unterscheiden. Dies kann natürlich dazu führen, dass Sie überfordert sein werden, es sei denn, Ihnen sind die wesentlichen Regeln für das Shopping im Ausland bekannt.

Tipp 1: Nutzen Sie Shopping-Apps

Egal, wo Sie sich auf der Welt befinden sollten, Sie erhalten immer und überall Nachrichten auf Ihrem Telefon. Auf die gleiche Art und Weise können Sie sich die aktuellen Rabatte und Sonderangebote auf Ihr Smartphone senden lassen. Machen Sie sich mit den praktischen mobilen Apps vertraut – und recherchieren Sie ein wenig vor Ihrer Einkaufstour und setzen Sie so den Grundstein für ein tolles Shopping-Erlebnis. Und dies alles bereits vor Ihrem Abflug zum Einkaufsbummel.

Es gibt Dutzende von Apps, mit deren Hilfe Sie beim Einkaufen vor Ort Geld sparen können, und einige davon können auch für ausländische Einkaufspaläste verwendet werden. Die besten Beispiele dafür sind Shopular, Shopkick und Stocard.

Shopular bietet Rabatte und Promo-Codes für beliebte Kleidungsstücke von Einzelhandelsmarken an, die auf Ihren Vorlieben und Ihrer Standortbestimmung basieren. Laden Sie die App herunter und aktivieren Sie die standortbasierten Benachrichtigungen, um lokale Angebote und Boni zu erhalten, wenn Sie an Ihrem Reiseziel angekommen sind.

Shopkick ist eine weitere Shopping-Rabatt-App, jedoch mit einem grundsätzlich anderen Ansatz. Anstatt nur günstige Angebote mit ausgewählten Marken anzubieten, können Sie mit der App den Shop selbst auswählen und Prämienpunkte für seine Produkte sammeln. So  können sie beispielsweise Treuepunkte verdienen, indem Sie einfach in den Laden gehen oder auch Barcodes ausgewählter Produkte scannen. Bitte beachten Sie, dass Shopkick vor allem in Übersee zum Einsatz kommt, in Europa aber nicht sehr verbreitet ist.

Und schließlich ist Stocard eine mobile Geldbörse für alle Ihre Treue- und Kundenkarten. Diese App ist vor allem sehr praktisch auf Ihren Reisen, da Sie nicht alle Karten mit sich herumschleppen müssen. Gutscheine, Aktionen und Bonuspunkte sind ebenfalls Teil dieser App, so dass Sie hier auch exklusive Angebote entdecken und erhalten können.

Tipp 2: Wählen Sie immer Rabatt gegenüber Cashback

Cashback-Aktionen – also die Möglichkeiten bares Geld nach einem Einkauf zurückzubekommen –  sehen im ersten Moment wie ein großzügiges Angebot aus und scheinen einem Rabatt zu entsprechen. Aber tatsächlich profitiert am meisten das Geschäft, in dem Sie eingekauft haben, anstelle des Kunden. Darüber hinaus ist es beim Einkaufen in einem anderen Land oder Laden praktisch nutz- und wertlos.

Stellen Sie sich vor, Sie kommen in ein internationales Bekleidungsgeschäft und kaufen Jeans im Wert von 70,- US-Dollar ein. Dem Shopassistenten geben Sie Ihre Handynummer und dieser registriert Sie im System und erklärt dann glücklich, dass Sie jetzt einen nächsten Einkauf tätigen sollen, um so die 7,- Dollar rückvergütet zu bekommen. Das sind 10% Ihres ersten Einkaufs, was ein guter „Rabatt“ zu sein scheint.

Wenn Sie jedoch am nächsten Tag das Land verlassen, sind 7,- Dollar nichts mehr als wertlose Zahlen. Selbst wenn Sie jemals in das Geschäft zurückkehren sollten, werden Sie sich immer verpflichtet fühlen, etwas zu kaufen, nur weil Sie diese 7,- Dollar an Guthaben haben.

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Dies macht Cashbacks, die von Geschäften angeboten werden, nicht zur allerbesten Möglichkeit, um Geld zu sparen. Denn es ist eine Art Bonus- und Rabattjagd, die nicht immer zu echten Gewinnen führt. Das Gleiche passiert oft beim Glücksspiel, wenn Spieler versuchen bestimmte Boni zu ergattern und dabei gleichzeitig darauf hoffen, mehr Geld zu gewinnen.

Sie werden vielleicht überrascht sein, aber das Konzept von Cashback ist beim Glücksspiel dem der Bekleidungsgeschäfte sehr ähnlich. In einem Online-Casino ist Cashback ein Prozentsatz der gesamten Nettoverluste, die dem Spielerkonto anschließend in Form von Bonusgeldern gutgeschrieben werden. „Gesamtverluste“ können mit „Gesamtausgaben“ gleichgesetzt werden, was diese Geldtransfers nahezu identisch macht und die Wahrheit hinter einem Cashback des Einkaufs preisgibt.

Interessanterweise haben nur jene Spieler, die fast ihre gesamte Einzahlung im Spiel in einem Casino verloren haben, einen Anspruch auf einen Cashback-Bonus. Wenn Sie also 500,- Euro einzahlen und nur 100,- Euro verlieren, so werden Sie nichts erhalten. Wir sehen also auf den ersten Blick, dass die Casinos daran interessiert sind, dass die Spieler mehr und noch mehr verlieren sollen.

Die Geschäfte sind aber auch nicht viel besser als Casinos. Sie zwingen Ihre Kunden, doppelt so viel auszugeben, auch wenn diese das nicht wirklich wollen (und natürlich erhalten Sie den Cashback nur, wenn Sie den vollen Preis der gewählten Jeans bezahlen). Wenn Sie sich dessen bewusst sind, können Sie vermeiden, dass Sie psychologisch vom Geschäft Ihrer Wahl ausgetrickst werden: Nutzen Sie daher die Angebote und die Vorteile, die Ihnen im Geschäft angeboten werden – und die ausschließlich im Moment des Einkaufes gültig sind. Lassen Sie sich nicht auf später mit irgendwelchen Boni vertrösten.

Tipp 3: Kennen Sie Ihre Konfektionsgröße

Die Schuh- und Bekleidungsgrößen in Kanada sind dieselben wie in den USA, unterscheiden sich jedoch von jenen in den übrigen Ländern erheblich. Wenn Sie normalerweise Hemden der Größe 10 tragen, so wird Ihnen diese Größe nicht in Großbritannien passen, denn dort müssen Sie nach der Konfektionsgröße 12 suchen. In Australien müssen Sie Ihrer normalen US-Größe zwei weitere Punkte hinzufügen und erhalten daher die Größe 14 als Ergebnis.

In vielen anderen europäischen Ländern wird anstelle der Größe 10 die 40 genommen, so wie in Frankreich, Spanien und Portugal, jedoch in Deutschland und den skandinavischen Ländern wird diese zur Größe 38 und in Italien sogar zur 44. In den asiatischen Ländern unterscheiden sich die Größen noch zusätzlich häufig drastisch von jenen Europas. Daher wird es in den meisten Fällen unmöglich sein, dass Sie Ihre Größe vor Ort ermitteln, es sei denn, Sie haben sich mit einer Größenumwandlungstabelle bewaffnet.

Obwohl die gängigsten Größentabellen für jeden im Internet leicht zugänglich sind, ist es oft schwierig, die Größen zu ermitteln, die in einigen Nicht-Mainstream-Einkaufszielen vorhanden sind. In diesem Fall können Sie einfach den Händler fragen, um Ihre lokale Größe zu ermitteln und problemlos einzukaufen.

Tipp Nr. 4: Verwenden Sie eine Karte ohne zusätzliche Gebühren bei ausländischen Transaktionen

Die meisten Banken berechnen eine Transaktionsgebühr von 2 bis 3%, wenn Sie im Ausland einkaufen. Da Sie nicht in Ihrer Landeswährung bezahlen, bleibt die Gebühr oft unbemerkt, da sie sich in der Währungsumrechnung befindet. Daher können Sie ständig übervorteilt werden, ohne dass Sie es wissen.

Um dieses Problem zu beheben, können Sie bei einer kanadischen Bank eine Kreditkarte ohne ausländische Transaktionsgebühren bestellen. Die besten (und kostenlosen) verfügbaren Optionen für kanadische Staatsbürger sind:

  • Home Trust Preffered Visa. Kommt mit wenigen zusätzlichen Boni – darunter sind 1% Cashback und Mobilitätsgarantie-Mitgliedschaft. Das Limit von 10 Transaktionen pro Tag könnte einige Kunden jedoch abschrecken.
  • Rogers Platinum Mastercard. Bietet Ihnen drei zusätzliche Vorteile: Unbegrenzter 3% Cashback für Einkäufe in einer Fremdwährung, 2% Discount für Waren und Dienstleistungen von Rogers und 1,25% für Ihre restlichen Einkäufe.
  • Fido Mastercard. Hat dieselben Boni wie die „Rogers Platinum Mastercard“, der einzige Unterschied zwischen den beiden ist lediglich der Name der Karte.
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Wir halten fest: Geldrückzahlungsaktionen, die von Banken angeboten werden, ähneln nicht den Cashbacks, die von bestimmten Geschäften angeboten werden. Diese Art des bar retournierten Geldes kann wie jedes andere Guthaben auf Ihrer Kreditkarte nach Ihren Wünschen ausgegeben werden, was diesen Bonus für einen Karteninhaber vorteilhaft macht.

Tipp 5: Fragen Sie die Einheimischen nach Kaufempfehlungen

Online können Sie viele Berichte und Artikel über Veranstaltungen und Aktionen in der von Ihnen besuchten Stadt finden – und diese werden Ihnen möglicherweise sehr hilfreich bei Ihrer Shopping-Safari sein. Aber nur die wirklich Einheimischen können Ihnen die besten und angesagtesten Outlets mit den trendigen Modeartikeln zeigen. Auch wenn Sie in einem Hotel oder Apartment wohnen sollten, in dem Sie eventuell nicht viel Kontakt zu den Bewohnern der Stadt haben, können Sie jederzeit an der Rezeption oder den Eigentümer Ihres Apartments fragen, in welchen Geschäften Sie die besten Kleidungsstücke kaufen können – und Sie werden dann die Lieblingsplätze empfohlen bekommen.

Und hier nun ein allgemeiner Tipp, der für alle Arten von Einkäufen gilt, nicht nur für Kleidung: Tragen Sie immer Bargeld mit sich. Es gibt keine Garantie, dass alle Geschäfte in dem von Ihnen besuchten Land eine Kreditkarte akzeptieren. Einige dieser Shops akzeptieren nur Visa, akzeptieren jedoch keine Mastercard und umgekehrt. Stellen Sie also immer sicher, dass sie über ausreichend Bargeld verfügen, wenn Sie Ihren Wunschzettel abarbeiten wollen. Und verpassen Sie keines der tollen Angebote, die auf Sie während dieser Einkaufsreise warten.

Zusatz 1 für andere Sprachen:

Um dieses Problem zu beheben, können Sie bei einer Bank Ihres Landes eine Kreditkarte bestellen, die keine ausländischen Transaktionsgebühren einbehält. Es ist auch ratsam, mehr als nur eine Kreditkarte mit sich zu führen, da nicht garantiert werden kann, dass alle Geschäfte Ihres Ziellandes jede Ihrer Karten auch tatsächlich akzeptieren.

Wenn Sie sich in ein Land begeben, in dem Kreditkarten keine hohe Akzeptanz haben, so sollten Sie mit ausreichend Bargeld ausgestattet sein, um auch alle Artikel auf Ihrer Wunschliste tatsächlich kaufen zu können.

Zusatz 2 für andere Sprachen:

Kurz gesagt, achten Sie bei Ihrem Einkauf im Ausland immer auf versteckte Gebühren: Verborgene Transaktionsgebühren, listige Händler und undurchsichtige Sonderangebote können überall auf Sie lauern. Es kann leicht dazu kommen, dass Sie in eine Falle tappen, weil Sie nicht über alle Gepflogenheiten des Landes informiert sind.

Und wenn Sie sich entscheiden, überall in bar zu zahlen, seien Sie besonders vorsichtig bei großen Geldbeträgen und bewahren Sie diese nicht nur an einem einzelnen Ort auf. Es ist immer besser, die Geldscheine auf mehrere Taschen und Börsen zu verteilen. Diebe ziehen Ihnen vielleicht Geld aus der einen Tasche, die anderen Orte bleiben aber unangetastet.

Dann verlieren Sie nur einen Teil anstelle der gesamten Summe. Dies kann Ihnen dann dabei helfen, im fremden Land nicht zu verhungern…

Keine Spielteilnahme unter 18 Jahren. Glücksspiel kann süchtig machen!Hilfe erhalten Sie bei der BZgA-Telefonberatung mit Unterstützung des DLTB: 0800 1372700 (kostenlos).

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Fotos: Unsplash, CC0 Public Domain

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