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Mit dem Atto 2 DM-i erweitert BYD das Angebot nun im B-SUV-Segment um eine Plug-in-Hybridvariante, die gezielt auf Kostenstruktur und Alltagseinsatz ausgerichtet ist.
Neben der bereits verfügbaren Elektroversion sollen zwei Hybridmodelle neue Käufer ansprechen, die elektrische Nutzung mit Reichweitenabsicherung kombinieren wollen. Vor allem die größere Version positioniert sich über ihre Förderfähigkeit strategisch im Markt.
Kompaket genug
Mit 4.330 Millimetern Länge und 2.620 Millimetern Radstand bleibt das Crossover kompakt genug für urbane Nutzung, bietet jedoch ausreichend Raum für vier Erwachsene. Gestaltung und Proportionen folgen europäischen Erwartungen, ohne große gestalterische Experimente.

Im Innenraum dominieren weiche Oberflächen und eine funktionale Verarbeitung. Eine elektrische Sitzverstellung gibt es auf der Fahrerseite, eine Lordosenstütze fehlt. Das Ladevolumen reicht von 425 bis 1.335 Litern und deckt somit typische Alltagsanforderungen ab.
Struktur und Logik
Die Bedienung kombiniert physische Tasten mit Touchscreen-Menüs. Struktur und Logik sind nicht durchgehend intuitiv, bleiben jedoch nutzbar. Das Fahrerdisplay ist hochauflösend und zeigt zentrale Informationen vergleichsweise klein.

Die Navigation erfolgt über Google Maps, Apple CarPlay und Android Auto sind integriert. Insgesamt entsteht ein funktionales Infotainment ohne besondere Ambitionen, aber ohne gravierende Schwächen.
Modernes Hybridsystem
Angetrieben wird der Atto 2 DM-i von einem Hybridsystem aus 1,5 Liter Vierzylinder und Elektromotor mit 156 kW / 212 PS sowie 300 Newtonmeter. Der elektrische Anteil übernimmt häufig den Vortrieb, der Verbrenner unterstützt situativ.

Die Boost-Version ermöglicht dann bis zu 90 Kilometer an elektrischer Reichweite und lädt ausschließlich per AC in rund drei Stunden. Insgesamt sollen rund 1.000 Kilometer mit einem Tank möglich sein. Der Sprint auf 100 km/h erfolgt in 7,5 Sekunden, die Spitze liegt bei 180 km/h.
Positionierung beim Preis
Allrad ist nicht verfügbar, die Leistung wird über die Vorderachse übertragen. Das Fahrwerk bleibt im Stadtverkehr straff und auf längeren Etappen stabil. Einen Querdynamiker sollte man nicht erwarten, dass ist auch nicht der Job dieses Automobils.

Entscheidend bleibt die Positionierung beim Preis. Während der Listenpreis bei 35.990 Euro beginnt, liegen aktuelle Angebote für Active und Boost deutlich darunter. In Verbindung mit staatlicher Förderung und Bonus reduziert sich der Preis der Boost-Version um rund 4.500 Euro und rückt auf knapp 23.000 Euro.
Chinesischer Vorgeschmack
Damit unterschreitet sie sogar die Basisvariante und schafft einen Abstand zu vielen etablierten Wettbewerbern, der aktuell schwer zu kontern ist. Genau hier setzt der Atto 2 DM-i seinen stärksten Hebel an.

Das dürfte nur ein kleiner Vorgeschmack dessen sein, was uns aus China erwartet und wie die Europäer sich auf die neue Konkurrenz einstellen müssen. Spannende Zeiten also…
Disclaimer: Die hier abgebildeten Produkte wurden uns zum Testen zur Verfügung gestellt.
Video: BYD Atto 2 DM-i
Sierks Media / Fotos: MarioRoman Pictures / Video: YouTube













