Ein Erfahrungsbericht aus dem Speckgürtel von Dithmarschen, wo Autos von Fiat offenbar gar nicht mehr zur Inspektion sollen.
Es sollte die einfachste Übung der Autofahrer-Welt sein: den Wagen zur Inspektion bringen. Stattdessen wurde daraus eine Odyssee, für die man normalerweise ein mehrfach beglaubigtes Erasmus-Stipendium bräuchte.
Heide – in der Insolvenz
Station eins: der Stammhändler in Heide, jahrelang treu besucht, jetzt insolvent und geschlossen. So wie das bekannte Autohaus König im Osten des Landes.
Überraschend ist das nicht wirklich – bei uns gehen inzwischen gefühlt täglich mehrere Betriebe pleite, ungefähr im selben Takt, in dem die nächste Steuererhöhung verkündet wird. Man merkt es schon gar nicht mehr.
Hamburg-Schnelsen – High-Tech-Software
Station zwei: Hamburg-Schnelsen. Dort wartet das Online-Buchungsformular von „Stellantis & You“ – ein Name, der Zukunft verspricht, aber Technik aus der Steinzeit liefert.
Die Seite versagt zuverlässiger als ein Regenschirm bei Sturm an der Nordsee. Ans Telefon geht ohnehin niemand. Nie. Man fragt sich als Kunde langsam, ob die nicht auch schon pleite sind.

Halstenbek – nur künstlich, nicht intelligent
Station drei: Halstenbek. Das Buchungsformular dort schafft es tatsächlich, noch schlechter zu sein als das in Schnelsen. Respekt, das hätte man gar nicht für möglich gehalten im Jahr 2026.
Wer anruft, landet bei einer KI, die stolz verkündet: „Hier ist Ihre neue Autohaus-KI!“ Um dann exakt bei der Frage nach dem Kennzeichen zuverlässig abzustürzen. Pure Innovation, made in Nord-Deutschland.
Fazit
Ergebnis der ganzen Aktion: Die Inspektionsleuchte blinkt bei jedem Motorstart tapfer weiter, einen Termin gibt es nach wie vor nicht.
Aber ehrlich, bei diesen Entwicklungsland-Vibes wirkt das schon fast konsequent.
Denn einen echten Menschen für einen Werkstatttermin zu erreichen, das ist im Fiat-Universum des Nordens derzeit offenbar eine Irrfahrt ohne Ende…
Sierks Media / Shots Magazin / © Fotos: ejkrouse (1), Patryk_Kosmider (1), de.depositphotos.com
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