Wenn es einen Gegenstand gibt, der in keinem Reisegepäck fehlen darf, dann ist es wohl die Kamera – oder das Smartphone. Schliesslich soll jeder Ferienmoment festgehalten werden und gerade berühmte Bauten machen sich auf Instagram, im Fotoalbum oder auf der Postkarte ja besonders gut.

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Und doch lohnt es sich manchmal, die Kamera einfach stecken zu lassen und den Augenblick live zu geniessen. Anlässlich dessen hat MyPostcard.com, die Postkarten-App, fünf Orte zusammengestellt, an denen es sogar verboten ist, Fotos zu machen.

1. Das Mausoleum des Taj Mahal in Indien
Es ist das bekannteste Bauwerk Indiens und sicher das berühmteste Mausoleum weltweit. Aufnahmen von Touristen vor dem Taj Mahal gibt es unzählige. Wohl gemerkt – davor. Denn dort und in den umgebenen Gärten darf ohne Einschränkungen geknipst werden.

Aber Achtung: Im innersten Mausoleum ist das Fotografieren offiziell strengstens verboten. Zur Vorsorge müssen Besucher Kameras und Stative beim Betreten abgeben. Handys müssen lautlos oder ganz ausgeschaltet werden.

2. Westminster Abbey in London
Die gotische Kathedrale in London gilt als die Kirche der Könige. Kein Wunder: Seit Jahrhunderten lassen sich hier zahlreiche Mitglieder der britischen Königsfamilie trauen.

Westminster Abbey in London
Westminster Abbey in London

Aber Fans von Prinz William und Herzogin Kate müssen jetzt stark sein. Es ist nicht gestattet, innerhalb der Kirche Fotos zu machen. Auf der Webseite heisst es, man wolle, dass Besucher die einmalige Schönheit und Geschichte des Gotteshauses live erleben.

3. Rotlichtbezirk in Amsterdam
Ein Besuch in den Niederlanden, speziell in Amsterdam, ist auf der Bucket-List vieler Reise-Fans. Neben Rijksmuseum und Prinsengracht steht bei vielen Stadtbesuchern auch das Rotlichtviertel auf dem Programm.

Zwar ist es dort erlaubt, die Strassen zu fotografieren, laut Amsterdamer Besucherportal nicht aber die Damen in den Fenstern. Zum Schutz, nicht nur vor Fotos, sondern auch vor Taschendieben, wird ein Grossteil des Bezirks 24 Stunden mit – ironischerweise – Kameras überwacht.

4. Eiffelturm in Paris
Das wohl meistfotografierte Motiv Frankreichs darf nur tagsüber abgelichtet werden. Dieses Verbot bezieht sich allerdings nicht auf das Bauwerk selbst. Es ist nämlich laut Société d’Exploitation de la Tour Eiffel „nur“ verboten, den beleuchteten Eiffelturm zu fotografieren und das Bild anschliessend kommerziell zu verbreiten.

Eiffelturm in Paris
Eiffelturm in Paris

Der Grund: Die Beleuchtung ist urheberrechtlich geschützt. Möglich ist, auf dem Blog oder Instagram-Kanal das entsprechende Copyright der Beleuchtung anzugeben, den Turm im Dunkeln ohne Anstrahlung zu knipsen oder den Schnappschuss ganz old-school ins Fotoalbum zu kleben. Wer allerdings gegen das Verbot verstösst, muss im schlimmsten Fall mit einer Unterlassungsklage rechnen. Oh, mon Dieu…

5. Sixtinische Kapelle im Vatikan
Rom – kaum ein Ort birgt so viel Geschichte und kulturelle Bauten. Tag für Tag strömen hier unzählige Besucher zum Beispiel durch die heiligen Hallen des Vatikanischen Museums, zu dem die Sixtinische Kapelle mit dem Deckengemälde „Die Erschaffung Adams“ gehört. Aber auch hier gilt laut offizieller Webseite: Bitte im fotografischen Gedächtnis speichern.

Wer beim Knipsen in der Kapelle erwischt wird, dem droht der Rausschmiss oder die Wegnahme der Kamera. Auf Instagram tauchen unter den Hashtags #SixtinischeKapelle und #SistineChapel trotzdem einige Schnappschüsse auf – nicht zuletzt auch von Papst Franziskus selbst. Aber er hat dafür bestimmt den Segen Gottes.

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Fotos: Pixabay CC0 Public Domain

Rubriken: Travel