Louis Vuitton: Experte Axel Währisch über antike Truhen als Sammlerobjekte

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Louis Vuitton: Ein Name, der süß und verführerisch wie frische Himbeeren klingt und der bereits seit 1854 für allerlei luxuriöse Begehrlichkeiten steht. Und das nicht nur bei Frauen mit den bekannten modischen Accessoires wie Handtaschen, Portemonnaies und Schals.

Auch einige Männer leben ihr Faible für Louis Vuitton aus. Und zwar mit einmaligen Sammlerstücken und Anlageobjekten. Wie Axel Währisch (45) aus Hamburg. Der anerkannte Fachmann für historisches Reisegepäck aus dem Luxussegment berichtet jetzt exklusiv bei „Shots“ über antike Louis Vuitton Truhen als Geldanlage.

Die imposanten Truhen und schweren Koffer sind weltweit gefragt. „Travel with Style“ war damals das passende Motto dazu. Axel Währisch erklärt, warum Koffer nicht gleich Koffer und Truhe nicht gleich Truhe ist.

Oft ist die Wertsteigerung fast garantiert

Schon im 16. und 17. Jahrhundert, als die meist französischen Adligen auf Reisen gingen, um beim König den Hof zu halten, wurde das Gepäck in großen schweren Truhen verstaut. Diese erfüllten neben dem Transport jedoch zusätzliche Funktionen.

Sie dienten in den voluminösen Zelten als Möbelstück, als Tisch, als Schrank und nicht zuletzt als Sitzgelegenheit. Daher kann übrigens auch abgeleitet werden, dass Möbel dem Wortstamm „mobil“ entspringt.

In Zeiten nicht vorhandener Zinsen sucht sich das Kapital immer neue Anlagemöglichkeiten. Während sich die Sammler und Händler von normalen Antiquitäten über einen erheblichen Preisverfall beklagen, der seinesgleichen sucht, erfreut sich historisches Reisegepäck bei der Wohnungseinrichtung immer größerer Beliebtheit.

Louis Vuitton Malle Ideal, Gentlemans Trunk
Louis Vuitton Malle Ideal, Gentlemans Trunk

Image und Stil zählen

Mit einer kleinen, aber äußerst wichtigen Einschränkung: Es muss sich ein Aufkleber, ein sogenanntes Baggage Label, auf den Stücken befinden, das den Namen Louis Vuitton trägt. Wie erwähnt sind Antiquitäten allgemein schon lange nicht mehr so gefragt.

Nur auf den Hersteller und deren Reputation kommt es an. Die großen Drei sind vom Image her weltweit das Maß aller Dinge: Chanel in Sachen Mode, Hermès im Bereich Taschen und Louis Vuitton bei den Accessoires.

Die Preissteigerungen der letzten zwei Jahre bei den Birkin Bags sind geradezu abenteuerlich. Und es sind auch schon antike Reisekoffer von Louis Vuitton, die historisch bedeutsam sind, für den Gegenwert eines guten Kleinwagens verkauft oder versteigert worden.

Louis Vuitton Malle Courier Damier (ab 1888)
Louis Vuitton Malle Courier Damier (ab 1888)

Überseekoffer und Truhen von Louis Vuitton

Die im Idealfall messingbeschlagenen, mit Lederkanten eingefassten Stücke dienen dann als luxuriöse Dekoration, Beistelltisch oder klassischer Coffee-Table. Aber nicht jeder bewahrt seine Bettwäsche in einer 125 Jahre alten Louis Vuitton Truhe auf. Denn die heutigen Liebhaber der edlen wie raren Stücke machten aus „Travel with Style“ das Motto „Living with Style“!

Allerdings ist der Zustand der betagten Louis Vuitton Truhe extrem wichtig: Sie muss original sowie unverbastelt sein und sich in einem vernünftigen, restaurationswürdigen Zustand befinden. Der dritte Aspekt ist die historische Relevanz.

Genauer Zeitraum sowie Art und Ausführung des Designs: Daraus ergibt sich der geschätzte Wert und die Seltenheit. Denn Lederkanten und Messing waren schon damals die teuersten Ausstattungen einer Reisetruhe.

Viele Truhen besitzen nur Schlösser aus Messing – und die restlichen Beschläge sowie die Kantenschutzbänder sind meist aus einfachem Eisen. Selbiges gilt für die vielen Nieten, die verarbeitet worden sind. Nicht zuletzt spielt auch noch ganz einfach die Anzahl der damals gefertigten Stücke eine Rolle.

Louis Vuitton Trunk Malle Cabin Monogram (ab 1896)
Louis Vuitton Trunk Malle Cabin Monogram (ab 1896)

Zweites Leben als Wohnzimmertisch oder Coffee-Table

Gerade Koffer und Truhen aus den Jahren 1872 bis 1920 sind sehr gesucht. Steamer Trunks, Safari Trunks, Hat Trunks, Gentlemans Trunks und Wardrobe Trunks, meint Währisch. Auch in den einfarbigen Mustern Trianon und Vuittonite, ferner die weniger bekannten gestreiften Versionen in Rot / Braun – Rayée genannt – oder das schachbrettartige Damier – auch als Checkerboard Canvas bekannt.

Oder die heute wohl bekannteste Optik von Louis Vuitton, das klassische Monogramm Muster. Der Inbegriff für Wertigkeit und Luxus schlechthin. Trunks mit Monogramm Muster wurden bereits 1896 von Georges Vuitton, dem ältesten Sohn Louis Vuittons, etabliert.

Erst als „Woven Canvas“ eingesetzt, wobei es sich um ein sehr hochwertiges, aufwändig gewebtes Leinen (Damast) aus Ägypten handelt. Dann ab 1904 wurde es auf verschiedene Arten und Weisen auf die Kofferbespannung, den Canvas, gedruckt, erklärt Axel Währisch.

Anfertigung eines Tisches (2016) aus zwei Louis Vuitton Malle Cabin Monogram (ca. 1910)
Anfertigung eines Tisches (2016) aus zwei Louis Vuitton Malle Cabin Monogram (ca. 1910)

Sie wachsen nicht nach

Es gibt immer wieder Funde von Louis Vuitton Reisetruhen und Schrankkoffern in Kellern, Dachböden oder Scheunen durch Privatpersonen. Oder es finden sich Truhen im Nachlass, die kaum jemand einschätzen kann. Der langjährige Kenner berät Sie dazu gerne beim Verkauf.

Oder kauft gleich selbst an: Denn als Ankäufer ist Axel Währisch auch für seine eigene Sammlung und für einen Sammler im Ausland aktiv. Falls Sie eine antike Louis Vuitton Truhe, egal in welchem Zustand, zu verkaufen haben, wenden sie sich an den Experten.

Zusätzlich kann er Sie beim Kauf einer historischen Truhe beraten oder Ihnen beim Aufbau einer eigenen Sammlung von antikem Louis Vuitton Reisegepäck behilflich sein. Exklusiven Interieur-Designern wird Währisch auf Wunsch bei der Beschaffung von speziellen, besonderen sowie luxuriösen Stücken mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Kontakt via E-Mail: axelwaehrisch@icloud.com

So wird der Name Louis Vuitton auch noch in ferner Zukunft die Frauen und Männer mit Sinn für neuen Luxus sowie Liebhaber von historischem Luxus beschäftigen. Eben richtig süß und einfach verführerisch…

Bildergalerie:

Fotos: Währisch / shots.media

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Vivien Bogye Verfasst von:

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