Gründen, Wachsen, Gas geben! Die großen Leidenschaften des gebürtigen Münsterländers und Gastautors Robin Tschöpe prägen seinen Lebenslauf bereits seit dem 18. Lebensjahr. Schon während des Abiturs baute er verschiedene Unternehmen in der Digitalbranche auf und legte dabei immer Fokus auf Nachhaltigkeit.

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Gemeinsam mit Thomas Behrens und seinem Bruder Chris Tschöpe folgte 2009 die Gründung einer auf Autohäuser spezialisierten Marketingagentur. Schnell erkannte er die fehlende Transparenz der Automobilindustrie für potenzielle Kunden. Wie könne man digital Leasingangebote deutschlandweit vergleichen ohne dabei die Souveränität der Autohäuser zu verlieren? Drei Jahre später hatte das gleiche Gründerteam mit LeasingMarkt.de eine Antwort gefunden. LeasingMarkt.de tritt als Plattform zwischen Leasingnehmer und Autohaus auf und bleibt auf diesem Wege unabhängig und fair.

Gastautor Robin Tschöpe
Gastautor Robin Tschöpe

Citybike, Ferienwohnung oder Auto – der reine Besitz von Dingen ist heutzutage nicht mehr zeitgemäß. Früher war es noch gang und gäbe, Geld für spätere Zeiten aufzusparen. Im Hier und Jetzt heißt es: Das Leben genießen, sich auch mal etwas gönnen, wenn möglich nachhaltig. Eigentum verpflichtet und aus diesem Grund ziehen auch Privatpersonen Autoleasing vermehrt in Betracht, um sich nicht langfristig binden zu müssen.

Günstige Konditionen und der Wechsel zu Fahrzeugmodellen, die sich der jeweiligen Lebenssituation anpassen, machen es möglich. Der Leasing-Rückspiegel 2019 hat gezeigt, dass es 2018 erstmals mehr private als gewerbliche Leasingnehmer gab. Was es bei der Auswahl des richtigen Pkw zu beachten gibt, zeigt der Geschäftsführer von LeasingMarkt.de, Robin Tschöpe, in einer Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Zunächst einige Grundbedingungen
Um ein Auto zu leasen, ist es wichtig, in Deutschland gemeldet zu sein. Besonders bedeutend ist auch eine finanzielle Absicherung, die anhand der Kreditwürdigkeit und vorhandener Schufa-Einträge beurteilt wird. Dies gilt sowohl für private als auch für gewerbliche Leasingnehmer. Es ist zentral, dass die monatlichen Raten, die beim Leasen eines Fahrzeuges gezahlt werden müssen, in voller Höhe gedeckt sind und eine Balance zwischen den stetigen Einnahmen und Ausgaben des Leasingnehmers besteht.

Hat der Chef lediglich einen befristeten Arbeitsvertrag angeboten, so ist der Abschluss eines Leasingvertrages in der Regel nur möglich, wenn dieser nicht über das bestehende Arbeitsverhältnis hinaus geht. Relevant vor allem für Start-ups ist auch die Regelung, dass die Gründung des Unternehmens mindestens ein halbes Jahr zurückliegen muss, um Fahrzeuge leasen zu können, damit eine gewisse Sicherheit zur Zahlungsfähigkeit besteht. Wenn jedoch das Geld etwas lockerer sitzt und eine Anzahlung gezahlt oder ein Bürge gefunden wird, kann in Ausnahmefällen auch dann ein Auto geleast werden.

Schritt 1 – Modell: Jede Lebenssituation verlangt ein individuelles Auto
In der heutigen Welt, in der sich vieles schnell wandelt und jede Situation neue Herausforderungen mit sich bringt, ist die Möglichkeit, auch die Fortbewegungsmittel der jeweiligen Lebenssituation anzupassen, essenziell. Wer heute noch studiert und einen kleinen Gebrauchtwagen von den Eltern fährt, hat drei Jahre später eventuell schon sein Studium abgeschlossen und einen festen Job gefunden, für den ein Neuwagen her soll.

Zwei Jahre später kann schon die erste Beförderung anstehen und man entscheidet sich für eine schicke Limousine. Wieder zwei bis drei Jahre danach wird schon ein Familienvan oder SUV benötigt, um für den ersten Nachwuchs Platz zu schaffen. Aus diesen und vielen weiteren Gründen ist es optimal, dass beim Leasen von Autos für jede neue Laufzeit ein anderes Fahrzeugmodell gewählt werden kann.

Die spezifische Ausstattung für die persönlichen Anforderungen wird hierbei individuell gewählt. Mit der Bandbreite an Auswahlmöglichkeiten und unter Berücksichtigung des jeweils eingeplanten monatlichen Budgets sind den einzelnen Wünschen somit praktisch keine Grenzen mehr gesetzt.

Schritt 2 – Vertragsdauer: Je länger, desto günstiger
Mit der gewünschten Flexibilität geht die Festlegung der jeweiligen Dauer des Leasingvertrages einher. Neben den gängigen Laufzeiten von 12, 36 oder 48 Monaten gibt es auch längerfristige Vereinbarungen, die über 60 Monate bestehen. Da die Langfristigkeit der Absprache Auswirkungen auf die monatliche Rate hat, empfiehlt es sich abzuschätzen, wie spontan sich die Anforderungen an das Kraftfahrzeug ändern könnten.

In sechs Schritten zum Wunsch-Leasingauto.
In sechs Schritten zum Wunsch-Leasingauto.

Denn der Preis sinkt üblicherweise mit zunehmender Vertragsdauer. Andererseits ist zu beachten, dass mit Verstreichen der Jahre auch die Wahrscheinlichkeit von Abnutzung und Mängeln sowie Besuche in der Werkstatt aufgrund von Reparaturen steigt.

Schritt 3 – Leasingart: Zwei Wege führen zum Fahrzeugleasing
Wie heißt es so schön: Alle Wege führen nach Rom. Zum Leasen eines Autos, das einen nach Italien fahren kann, führen exakt zwei Wege. Diese beziehen sich auf die Kalkulation der monatlichen Leasingrate. Das Kilometerleasing als erster Weg wäre hierbei sozusagen die kürzeste Strecke über die Autobahn. Hierbei wird zu Beginn eine geschätzte Kilometeranzahl festgelegt, die während der Frist voraussichtlich zurückgelegt wird. Je nach tatsächlich gefahrener Strecke am Ende der Laufzeit erfolgt bei geringerer Anzahl eine Rückzahlung, während bei Überschreiten der Kilometergrenze eine Nachzahlung fällig ist.

Bei dieser Variante besteht jedoch normalerweise ein gewisser Spielraum, in dem sich die gefahrenen Kilometer bewegen dürfen, ohne Nachzahlungen zu verlangen. Aus diesem Grund ist das Kilometerleasing die gängige und empfehlenswerte Option. Der zweite Weg wäre in dem Fall eher die langsame Strecke nach Rom über die Landstraßen – das Restwertleasing. Bei dieser Option wird zu Beginn der Laufzeit der voraussichtliche Restwert des Fahrzeugs errechnet, der am Ende des Vertrages gegeben sein sollte.

Dieser Wert bestimmt die Leasingrate und auch hier gilt, je höher dieser errechnete Restwert ist, desto niedriger sind die Leasingraten. Sollte der errechnete Wert jedoch den tatsächlichen Wert überschreiten, zum Beispiel bedingt durch einen selbst verschuldeten Unfall oder auch Kratzer und starke Abnutzung, ist der Leasingnehmer verpflichtet, die entstandene Differenz nachzuzahlen. Da das Bestimmen des Restwerts sehr intransparent und Verhandlungssache sein kann, ist diese Art nicht mehr üblich und auch nicht zu empfehlen.

Schritt 4 – Anbietervergleich: Wer bietet mehr?
Nachdem die Rahmenbedingungen und Wünsche definiert sind, folgt der Angebotsvergleich. Da die Recherche von verschiedenen Anbietern langwierig und komplex ist und nicht selten zu Papierchaos führt, hilft der Leasingfaktor bei der Suche des passenden Angebots. Hierfür müssen unter anderem die zuvor festgelegten Eckdaten aus Schritt 1 und 3 bezüglich des Modells und der Leasingart übereinstimmen, um einen aussagekräftigen Vergleich aufzustellen.

Der Leasingfaktor errechnet sich wie folgt: Rate : Bruttolistenpreis x 100 = Leasingfaktor.

Bei dem Faktor gilt ebenfalls: Je niedriger er ausfällt, desto attraktiver ist das vorliegende Angebot. Vor allem Ergebnisse unter 1 sprechen für gute, Ergebnisse unter 0,8 für ausgezeichnete Konditionen.

Schritt 5 – Berechnung: Kleingedrucktes nicht vergessen
Neben der schlussendlich errechneten Leasingrate fallen natürlich weitere Kosten an. Aus diesem Grund nicht nur von günstig klingenden Schnäppchen verführen lassen, denn für Versicherungen und Zulassungskosten sowie die Kfz-Steuer muss der Leasingnehmer, ebenso wie beim Kauf eines Fahrzeugs, auch aufkommen.

In sechs Schritten zum Wunsch-Leasingauto.
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Wenn je nach Vertrag noch ein Wartungsvertrag abgeschlossen wird, müssen diese zusätzlichen Kosten ebenfalls in den tatsächlichen Gesamtpreis eingerechnet werden, damit es am Ende keine bösen Überraschungen gibt. Der Abschluss eines Servicepakets für Wartung und Verschleiß steht dem Leasingnehmer in der Regel frei.

Schritt 6 – Check: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser
Abschließend versteht es sich von selbst, dass wie bei jedem Vertragsabschluss noch einmal alle Daten und Angaben kontrolliert werden. Von Modell über Dauer und Leasingart bis hin zur individuellen Ausstattung und Nebenkosten sollte alles der Richtigkeit entsprechen. Die Anzahl der festgesetzten Kilometer muss ebenfalls übereinstimmen.

Die meisten Anbieter erlauben hier sogar einen Spielraum von rund 2.500 Kilometern, die der Leasingnehmer zusätzlich zu der vereinbarten Fahrleistung gebührenfrei zurücklegen darf.

Zu guter Letzt: Hinterlasse das Auto so, wie Du es vorfinden möchtest
Wenn es an die Rückgabe des Pkw an den Leasinggeber geht, wird abschließend noch einmal der Zustand des Autos kontrolliert. Wenn Mängel in Form von Kratzern oder Abnutzungen über das festgelegte Maß der zu Leasingbeginn ausgehändigten Zustandsbroschüre hinausgehen, wird eine Nachzahlung in Höhe der Wertminderung fällig.

In Bezug auf das Kilometerleasing erfolgt zudem entweder eine Rückzahlung, wenn die festgelegte Fahrleistung unterschritten wurde, oder es muss noch mal das Portemonnaie gezückt werden, falls die Kilometeranzahl deutlich darüber liegt. Manchmal wird die Möglichkeit geboten, das Fahrzeug zu erwerben.

In dem Fall werden die bereits gezahlten Leasingraten jedoch nicht vom aktuellen Marktpreis abgezogen. Allgemein sollte das Auto sauber und gepflegt abgegeben werden, damit auch der nächste Nutzer seine Freude daran findet – und sich auf eine neue Reise begeben kann.

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Fotos: Unsplash, CC0 Public Domain (2), LeasingMarkt.de (1), shots.media (1)

Rubriken: Cars