Kürzlich stellten wir hier bei „Shots“ mit dem Artikel „Edles Taschenlabel für Ladies und Gents“ den Online-Shop von Maxwell Scott sowie eine edle Leder-Reisetasche vor. Der Hersteller außergewöhnlich ansprechender Taschen und Accessoires überzeugte uns auch im Test. Nun hatte ich die Möglichkeit, den Gründer und Kopf des Unternehmens auf ein kurzes Gespräch zu treffen.

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Viele Marken, besonders im Luxusbereich, lassen nur ungern hinter die Kulissen schauen. Anders ist es bei William Forshaw, der über die Entstehung seines Unternehmens sowie seiner Produkte spricht und erzählt, wie neue Kollektionen auf den Markt kommen. Er verriet mir auch, wie Maxwell Scott dem britischen Geheimdienst MI6 helfen kann.

Wie wird man Gründer und CEO eines Labels für Lederwaren?

Es fing mit den Italien-Reisen meiner Mutter an, denn sie brachte immer tolle Ledertaschen mit und verkaufte sie an ihre Freunde, die total begeistert waren. Gleichzeitig arbeitete ich in der Werbebranche in London und bemerkte, wie total daneben die Businesstaschen meiner Kollegen aussahen. Da habe ich eins und eins zusammengezählt – und angefangen, eigene Aktentaschen aus italienischem Leder zu entwerfen. Die hab ich dann in der Mittagspause an meine damaligen Kollegen verkauft.

Mir war von Anfang an wichtig, dass wir für unsere Taschen nur das hochwertigste Leder nutzen. Daher habe ich mich auch selbst in Italien auf die Suche nach der perfekten Fabrik gemacht und lokale Handwerker gefunden, die die traditionelle Kunst des Lederhandwerks wertschätzen und ihren Beruf mit Leidenschaft sowie Stolz ausüben. Inzwischen sind diese Handwerker mehr Freunde als Kollegen von mir. In Maxwell Scott steckt mein ganzes Herzblut und ich glaube, dass die Kunden diese Leidenschaft auch merken.

Was sind für Sie persönlich die Highlights aus dem Sortiment?

Mein persönliches Highlight aus dem Sortiment ist immer noch unsere allererste Aktentasche, die Paolo 2. Ich habe das Modell damals selber entworfen und daher hängt natürlich auch eine gewisse Nostalgie an dieser Tasche.

Privat bin ich immer gerne mit der Giovane Canvas Reisetasche unterwegs. Wenn ich damit in ein Hotel komme, dann bekomme ich diverse Blicke von den anderen Gästen. Das erfüllt mich immer mit Stolz. Teilweise kommen sogar Leute zu mir herüber und fragen nach der Tasche oder machen der Tasche richtige Komplimente.

Wie lange dauert es bei einem neuen Produkt von der Idee bis zum Launch?

Das kommt ganz auf das Produkt an. Ein einzelnes, schlichtes Produkt kann theoretisch innerhalb von acht Wochen erdacht, entworfen und in Produktion gehen. Ist das neue Maxwell-Scott-Stück allerdings Teil einer ganzen Kollektion, kann der Prozess bis zu sechs Monate dauern. Bei einem solchen Zeitaufwand können wir als kleines Unternehmen daher nur zwei Kollektionen pro Jahr veröffentlichen.

William Forshaw
William Forshaw

Was sind die Ziele von Maxwell Scott für den deutschsprachigen Markt?

Momentan sind wir auf dem deutschen Markt noch recht unbekannt, auch wenn man uns schon als „besonderen Insider-Tipp“ in der Fachpresse bezeichnet hat. Das ist ein tolles Kompliment, aber wir möchten natürlich weiter bekannt werden und auch in den größeren Kaufhäusern vertreten sein.

Wann sehen wir James Bond mit einer Tasche von Maxwell Scott?

Wir warten nur auf den Anruf, um dem bekanntesten Agenten der britischen Krone bei der Ausstattung zu helfen. Wir arbeiten auch gerne mit der technischen Abteilung des MI6 zusammen, um die Tasche mit allen erdenkbaren Gadgets zu verfeinern. Auf Wunsch können wir die Tasche dann zum Abschluss auch sehr gerne mit einer persönlichen Gravur veredeln: Bond, James Bond.

Etwas Privates: Lieber Aston Martin und Bentley oder lieber Ferrari und Maserati?

Das ist eine schwierige Frage. Ich habe bis auf den Bentley alle Modelle schon einmal ausprobiert und gefahren. Schlussendlich würde ich mich aber wohl immer für die italienischen Marken entscheiden, denn ich finde die Modelle attraktiver und exotischer. Vor einiger Zeit habe ich mir meinen Lebenstraum erfüllt und einen gebrauchten Maserati geleistet, den ich mit Stolz für ein paar Jahre gefahren habe.

Eine gute Wahl des Gründers und CEO. Ebenso wie die Maxwell-Scott-Produkte, die alle noch in Handarbeit fertiggestellt werden. Weitere Informationen zu den Taschen und Accessoires finden Interessierte unter maxwellscottbags.de.

Fotos: Maxwell Scott