Wer ist schlau? Für alle Fashion-Profis hier aus der Reihe der beliebten Fragen – immer kurz und bündig gebloggt:

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Worin unterscheiden sich Haute Couture und Prêt-à-Porter?

Wie der Name schon preisgibt, stammt das Wort Haute Couture aus dem Französischen und bedeutet so viel wie „gehobene Schneiderei“. Die pompösen Mode-Kreationen aus luxuriösen Stoffen und Materialen werden von Hand gefertigt. Im Gegensatz dazu steht Prêt-à-Porter („bereit zum Tagen“) für tragfertige Bekleidung „von der Stange“. Diese wird nicht wie in der Haute Couture maßgeschneidert, sondern industriell hergestellt.

Haute Couture

Der Gründer der Haute Couture war im 19. Jahrhundert der Engländer Charles Frederick Worth. Für seine exklusive Kundschaft entwarf er in seinem Pariser Modeladen zunächst seine Modelle an Mannequins.

Haute Couture
Haute Couture

Genau zehn Jahre später organisierte die französische Haute Couture in Paris einen Verband, den sogenannten Chambre Syndicale de la Couture Française, der seither über die Haute Couture herrscht. Anfang des 20. Jahrhunderts dominierten Modeschöpfer wie Coco Chanel, Yves Saint Laurent und Christian Dior die luxuriöse Pariser Damenmode.

Prêt-à-Porter

Pierre Cardin ist ein französischer Modeschöpfer, der in den 1950er Jahren als erster Couturier hochwertige Konfektionskleidung (Prêt-à-Porter) für den internationalen Markt herstellte. Trotz Eleganz zeichneten sich seine damaligen Kreationen durch deren Einfachheit und Alltagstauglichkeit aus.

Prêt-à-Porter
Prêt-à-Porter

Zehn Jahre später entwarf Cardin auch eine eigene Linie für den Mann. Heute kreieren einige Modeschöpfer Prêt-à-Porter-Produktlinien zu teilweise erschwinglichen Preisen in verschiedenen Modehäusern. Dennoch werden einige Produkte individuell behandelt und in limitierten Stückzahlen und nur für eine bestimmte Zeit produziert.

In gehobenen Modehäusern werden die Kollektionen sogar im eigenen Atelier gefertigt und auf bekannten Modeschauen präsentiert. In Deutschland produzieren leider kaum noch Betriebe und wenn, dann werden ihre Kollektionen vor allem im Ausland verkauft.

Hier sind übrigens alle Fragen für Fashion-Profis.

Quelle: fashionpress.de / Fotos: Pixabay, CC0 Public Domain

Rubriken: Fashion Ladies