Mallorca. Sommer 2017. Port d’Andratx. Rennfahrer Sascha Bert und ich wollten einfach nur kurz raus auf das offene Meer.


Der Jetski war getunt, das Wasser ruhig – es sollte ein unvergesslicher Moment werden. Und das wurde er. Nur anders, als wir dachten.

Wir gaben Vollgas, rasten minutenlang auf das offene Mittelmeer hinaus. Plötzlich kam eine gewaltige Welle. Wir wurden mit voller Wucht abgeworfen und der Jetski krachte direkt auf mich.

Ich spürte sofort: Das rechte Schienbein war durch. Und wir waren mittendrin, ohne Orientierung, ohne Rettungsweste und nur in Badehosen. Es folgten bange Minuten voller Schmerz, Panik und Todesangst.

Der Wellengang wurde höher. Wir konnten uns kaum noch über Wasser halten. Mein Bein blutete stark, die Angst vor Haien war real.

Wir schrien, weinten und verabschiedeten uns sogar voneinander. Ich habe das Gefühl, zu ertrinken, nie wieder vergessen. Es ist die völlige Ohnmacht.

Nach etwa einer Stunde entdeckte uns, reiner Zufall, ein gechartertes Touristenboot. Die Besatzung zog uns an Bord und brachte mich sofort an Land.

Dann Krankenhaus Palma, Not-OP am Bein, danach Rücktransport mit dem ADAC-Flieger. Was bleibt: Eine Narbe und ein klarer Bruch im Leben. Aber: Immerhin lebendig nach Hause gekommen.

Ich wollte kein Leben mehr führen, das von Geschwindigkeit, PR Terminen abends und am Wochenende sowie Oberflächlichkeiten geprägt ist. Ich wollte einfach nicht mehr rund um die Uhr auf Achse sein.

Ich sortierte mein Leben neu, zog mich zurück und fand in der Stille an der Nordsee meinen Neuanfang. Willkommen bei Sierks Media…

Sierks Media / © Foto: Justin Heap, Unsplash  

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