Mit den ersten warmen Temperaturen zeigen sich die Spuren des Winters am Auto deutlich: Streusalzreste, Blütenstaub, Feuchtigkeit und aufgesammelter Straßenschmutz haben Karosserie, Scheiben und Innenraum in Mitleidenschaft gezogen.


Eine einfache Fahrt durch die Waschanlage reicht dabei meist nicht aus. Wer jetzt gründlich pflegt, schützt den Fahrzeugwert, beugt Rostschäden vor und sorgt für mehr Sicherheit und Fahrkomfort.

Der ACV Automobil-Club Verkehr empfiehlt nun die folgenden sieben Schritte für den Frühjahrsputz am Auto.

Schritt 1: Auto gründlich waschen

Unterboden und Radläufe sind nach dem Winter oft mit Salzkrusten bedeckt. Da Schmutz einer der Hauptauslöser für Rostbildung ist, sollte zunächst eine gründliche Vorwäsche erfolgen, die hartnäckige Rückstände löst und Kratzer durch Schmutzpartikel verhindert. Erst danach folgt der eigentliche Waschgang.

Bei der Unterbodenwäsche ist Vorsicht geboten: Bei älteren Fahrzeugen kann Feuchtigkeit in Hohlräume eindringen. Moderne Autos mit Kunststoffverkleidungen benötigen sie selten, bei starkem Schmutz oder freiliegenden Metallteilen kann sie jedoch sinnvoll sein.

Für den Lackschutz empfiehlt sich eine Hartwachsversiegelung, die bis zu sechs Monate Schutz vor Sonneneinstrahlung und Blütenpollen bietet. Leichtmetallfelgen sollten vorab mit säurefreiem Felgenreiniger behandelt werden, um Salz- und Bremsstaub zu entfernen. Der ohnehin fällige Wechsel von Winter- auf Sommerräder bietet eine gute Gelegenheit, dabei auch das Felgenbett an der Radinnenseite gründlich zu säubern.

Schritt 2: Innenraum sauber und trocken halten

Im Bodenbereich sammeln sich während der nasskalten Monate Schmutz und Feuchtigkeit – die häufige Ursache für beschlagene Scheiben und unangenehme Gerüche.

Der Fußraum sollte zunächst gründlich abgesaugt werden, um Splitt und Schmutz zu entfernen. Armaturenbrett und Verkleidungen lassen sich mit einem leicht feuchten Schwamm und milden Reinigern behandeln, anschließend ist eine vollständige Trocknung bei geöffneten Fenstern oder Türen wichtig.

Feuchtigkeitsabsorber können dabei helfen, Restfeuchte zu binden. Nach einem feuchten Winter lohnt es sich außerdem, den Klimafilter zu überprüfen und die Lüftungskanäle zu desinfizieren, um Bakterien und Pilze zu reduzieren.

Schritt 3: Polster schonend reinigen

Beim Reinigen der Sitze gilt: so wenig Feuchtigkeit wie möglich. Spezielle Polsterreiniger sind ideal, aber auch aufgeschäumter Haushaltsreiniger eignet sich.

Ledersitze und empfindliche Oberflächen sollten mit einem Mikrofasertuch statt einer Bürste behandelt werden, um Kratzer zu vermeiden. Regelmäßige Lederpflege hält das Material geschmeidig. Cabrio-Besitzer sollten zudem das Stoffverdeck reinigen und imprägnieren.

In sieben Schritten - Frühjahrsputz für das Auto
In sieben Schritten – Frühjahrsputz für das Auto

Schritt 4: Fußmatten vollständig trocknen

Gummimatten können mit dem Hochdruckreiniger gesäubert werden, Stoff- und Veloursmatten nur mit Bürste und Reinigungsmittel.

Anschließend müssen alle Matten vollständig außerhalb des Fahrzeugs trocknen – feuchte Matten im Innenraum begünstigen Schimmel, Gerüche und beschlagene Scheiben während der Fahrt.

Schritt 5: Scheiben von innen und außen pflegen

Gebläse und Heizung haben im Winter Schmutz auf die Innenscheiben gewirbelt. Bei tief stehender Frühlingssonne kann das die Sicht erheblich beeinträchtigen. Glasreiniger und ein fusselfreies Tuch schaffen hier Abhilfe – der Innenspiegel sollte dabei nicht vergessen werden.

Außen lohnt eine Kontrolle auf Steinschlagschäden, die fachgerecht repariert werden sollten. Die Scheibenwischer verdienen nach Eis und Schnee besondere Aufmerksamkeit: Hinterlassen sie einen schmierigen Film, reicht eine Reinigung mit einem feuchten Tuch. Bei beschädigten Gummis müssen die Wischblätter ausgetauscht werden.

Schritt 6: Kofferraum entrümpeln und prüfen

Wintertypisches Zubehör wie Schneeketten, Eiskratzer oder Skihalter kann nun ins Lager – unnötiges Gewicht erhöht den Kraftstoffverbrauch.

Beim Reinigen der Reserveradmulde bietet sich gleichzeitig die Kontrolle des Reifendrucks am Reserverad an. Außerdem sollten Warndreieck, Warnweste und Erste-Hilfe-Kasten auf Vollständigkeit und Haltbarkeit geprüft werden.

Schritt 7: Flüssigkeiten und Beleuchtung kontrollieren

Ein Blick unter die Motorhaube zeigt, ob das Fahrzeug den Winter unbeschadet überstanden hat. Zu prüfen sind Motoröl, Kühlflüssigkeit sowie der Scheibenwaschbehälter – in der warmen Jahreszeit empfiehlt sich ein Sommer-Scheibenreiniger.

Wer noch Winterreiniger im Tank hat, sollte auf Kompatibilität mit dem Sommerprodukt achten, um Schlierenbildung zu vermeiden. Dampfstrahler sollten im Motorraum wegen der empfindlichen Elektronik grundsätzlich vermieden werden.

Abschließend sollten alle Leuchten auf ihre Funktion getestet werden – inklusive Rückfahrlicht und Nebelscheinwerfer.

Sierks Media / Shots Magazin / © Fotos: Matthew Dockery (1), Luay Barani (1), Unsplash 

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