Wer sein Auto-Infotainment aufrüsten will, muss dafür nicht zwingend ein neues Fahrzeug oder ein komplettes Multimedia-System kaufen.
Denn die Ottocast OttoAibox P3 Pro verspricht genau das Gegenteil: Sie verwandelt den vorhandenen CarPlay-Bildschirm in eine vollwertige Android-Plattform.
Neben kabellosem Apple CarPlay und Android Auto öffnet die kleine Box damit die Tür zu Apps wie YouTube, Netflix, Spotify, Google Maps oder Disney+ – direkt auf dem Fahrzeugdisplay.
Wie praktisch das im Alltag wirklich ist, wie die Einrichtung funktioniert und wo die Grenzen der Technik liegen, zeigt der Blick ins Detail.
Was steckt in der Ottocast OttoAibox P3 Pro?
Die OttoAibox P3 Pro gehört zur Kategorie der CarPlay-AI-Boxen. Per USB wird sie mit dem Auto verbunden und nutzt dessen Bildschirm, Touchfunktion, Lautsprecher sowie, je nach Modell, die Lenkradtasten.
Anders als ein gewöhnlicher Wireless-CarPlay-Adapter ist die Pro aber mehr als nur eine Verbindungsbrücke zwischen Smartphone und Auto: In ihrem Inneren arbeitet ein eigenständiger Android-Computer.
Angetrieben wird das System von einem Qualcomm-Snapdragon-665-Prozessor, unterstützt von 8 GB Arbeitsspeicher und 128 GB internem Speicher, der sich per Karte um bis zu 256 GB erweitern lässt. Als Betriebssystem kommt Android 13 mit der eigens entwickelten Oberfläche OttoDrive zum Einsatz.
Dadurch kann die Box viele Apps direkt selbst ausführen, ohne dass das Smartphone permanent Inhalte an das Fahrzeug streamen muss. Für die Internetverbindung stehen wahlweise eine Nano-Sim-Karte, der Hotspot des Smartphones oder ein bestehendes Wlan-Netz zur Verfügung.
Das wichtigste – kabelgebundenes CarPlay
Vor dem Kauf lohnt ein genauer Blick auf die Kompatibilität. Das Fahrzeug benötigt in aller Regel werkseitiges, kabelgebundenes Apple CarPlay, denn die Box wird nicht an einen beliebigen USB-Port angeschlossen, sondern an genau den, der für CarPlay vorgesehen ist.
Fehlt diese Voraussetzung, kann die P3 Pro ihr Android-System normalerweise nicht auf dem Display darstellen. Damit unterscheidet sich die Ottocast-Lösung deutlich von einem klassischen Nachrüstdisplay: Sie ersetzt das Infotainment-System nicht, sondern nutzt die vorhandene CarPlay-Schnittstelle als technisches Fundament.
Wer bereits kabelloses CarPlay oder Android Auto besitzt, muss trotzdem nicht auf die P3 Pro verzichten – ihr Mehrwert liegt dann vor allem im vollständigen Android-System und der Möglichkeit, zusätzliche Apps zu installieren.
Ob im konkreten Fahrzeug wirklich alle Funktionen greifen, hängt letztlich vom jeweiligen Modell, Baujahr und der verbauten Software ab.
Einrichtung: In wenigen Minuten startklar
Ottocast wirbt mit einer Einrichtungszeit von rund zwei bis drei Minuten, und tatsächlich ist der Ablauf simpel gehalten. Zunächst wird die Box mit dem mitgelieferten USB-Kabel an den CarPlay-Anschluss des Autos angeschlossen, anschließend die Zündung eingeschaltet.
Das Fahrzeug erkennt die Box als CarPlay-Gerät, woraufhin auf dem Display die OttoDrive-Oberfläche erscheint. Für die Smartphone-Anbindung werden danach Bluetooth und Wlan gekoppelt, bevor sich zwischen OttoDrive, Apple CarPlay und Android Auto wechseln lässt.
Bei manchen Fahrzeugen muss die AI-Box im CarPlay-Menü zunächst manuell ausgewählt werden. Die Box selbst startet automatisch mit der Zündung, wobei die Ladezeit je nach Fahrzeug und USB-Anschluss variieren kann.
Reicht die Stromversorgung über den vorhandenen Port nicht aus, liegt zusätzlich ein Bypass-Stromkabel bei.
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Android-Tablet-Feeling im Cockpit
Nach dem Start landet man zunächst nicht direkt in Apple CarPlay, sondern auf dem Startbildschirm von OttoDrive 2.0 – einer Oberfläche, die stark an ein Android-Tablet erinnert.
Sie bietet Zugriff auf Apps, Einstellungen, Verbindungen und den App-Drawer und lässt sich in Teilen personalisieren: Häufig genutzte Apps können als Favoriten hinterlegt werden, das Kontrollzentrum bündelt zentrale Einstellungen für Wlan, Bluetooth, Bildschirmdarstellung und den Wechsel zwischen den Systemen.
Neben dem Google Play Store, für den ein Google-Konto nötig ist, lässt sich auch APKPure nutzen. Vorinstalliert sind unter anderem YouTube, Spotify, Google Maps, Netflix und Disney+.
Wie gut das Tablet-Erlebnis im Auto tatsächlich funktioniert, hängt allerdings stark vom verbauten Fahrzeugdisplay ab – auf älteren oder niedrig auflösenden Bildschirmen wirken Videos entsprechend weniger scharf.
Kabelloses CarPlay, Streaming und Split-Screen
Eine der praktischsten Nebenfunktionen der P3 Pro ist die kabellose Verbindung zu Apple CarPlay und Android Auto über die App „Multiplay“. Wer sein Smartphone bislang per Kabel anschließen musste, kann es künftig drahtlos koppeln – besonders interessant für Fahrzeuge, die zwar kabelgebundenes CarPlay, aber noch keine drahtlose Verbindung unterstützen.
Darüber hinaus kann die Box Android-Apps direkt auf dem Fahrzeugdisplay ausführen, darunter YouTube, Netflix, Disney+, Amazon Prime Video, Spotify, TikTok, IPTV-Anwendungen und Google Maps. Der Hauptanwendungsfall ist naheliegend: Entertainment während Pausen oder Wartezeiten, ohne das Smartphone in die Hand nehmen zu müssen.
Wichtig bleibt dabei der Sicherheitshinweis, dass Videowiedergabe während der Fahrt auf dem für den Fahrer einsehbaren Bildschirm tabu ist – unabhängig davon, ob die Funktion technisch verfügbar wäre. Zusätzlich unterstützt die P3 Pro einen Split-Screen-Modus, der den Bildschirm je nach Anwendung im Verhältnis 5:5, 3:7 oder 7:3 teilt.
So lassen sich etwa Google Maps und Spotify gleichzeitig anzeigen, wobei die praktische Nutzbarkeit davon abhängt, ob die jeweilige App den Modus unterstützt und wie groß beziehungsweise hochauflösend das Fahrzeugdisplay ist.

Sim-Karte, HDMI-Ausgang und Speichererweiterung
Über den integrierten Nano-Sim-Steckplatz mit 2G-, 3G- und 4G-Unterstützung kann die Box unabhängig vom Smartphone online gehen, alternativ dient ein persönlicher Hotspot als Verbindung.
Eine eigene Sim-Karte lohnt sich vor allem für alle, die die P3 Pro regelmäßig als eigenständiges Multimedia-System nutzen möchten; wer hauptsächlich kabelloses CarPlay im Blick hat, kommt meist ohne separaten Mobilfunktarif aus.
Über den Mini-HDMI-Ausgang lässt sich das Bildsignal zudem an ein weiteres Display übertragen, etwa an einen Kopfstützenmonitor – eine interessante Option für Familien auf längeren Fahrten.
Die von Ottocast angegebene Speichererweiterung per SD-Karte auf bis zu 256 GB macht die Box endgültig zu einer mobilen Android-Medienzentrale, die weit über die reine CarPlay-Erweiterung hinausgeht.
Stärken und Schwächen im Überblick
Die Stärken der OttoAibox liegen klar auf der Hand: Sie erweitert ein bestehendes CarPlay-System um ein eigenständiges Android-Betriebssystem, ermöglicht Streaming- und Zusatz-Apps direkt auf dem Fahrzeugdisplay und macht Apple CarPlay sowie Android Auto kabellos nutzbar.
Auf der anderen Seite steht die zwingende Voraussetzung des kabelgebundenen CarPlay und eine im Vergleich zu einfachen Adaptern größere Bauform.
Hinzu kommen eine potenziell längere Startzeit, gelegentliche App-Abstürze, eine stark displayabhängige Bildqualität und laufende Kosten bei Nutzung einer eigenen Sim-Karte.

Vielseitige Nachrüstlösung für Tech-Liebhaber
Die Ottocast OttoAibox P3 Pro ist eine spannende Option für alle, die aus ihrem vorhandenen CarPlay-Bildschirm mehr herausholen möchten, ohne das komplette Infotainment-System zu tauschen.
Sie verwandelt den Bildschirm in eine Android-basierte Multimedia-Plattform und bietet damit deutlich mehr Möglichkeiten als ein klassischer Wireless-CarPlay-Adapter – von der App-Unterstützung über die kabellose CarPlay- und Android-Auto-Anbindung bis hin zur eigenen Internetverbindung per Nano-Sim und dem praktischen Split-Screen-Modus.
Wer Streaming-Apps und ein eigenständiges Android-System im Auto nutzen will, bekommt mit der OttoAibox P3 Pro eine vielseitige, nahezu perfekt anmutende Lösung für sein Cockpit.
Disclaimer: Die hier abgebildeten Produkte wurden uns ausschließlich zum Testen zur Verfügung gestellt.
Advertorial / Sierks Media / Shots Magazin / © Fotos: Sierks Media
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