Auf dem Foto oben: Autor Mario-Roman Lambrecht mit dem VW ID.3 GTI. 


Mit dem ID.3 GTI verbindet Volkswagen bekannte Designmerkmale seiner Sportmodelle mit einem elektrischen Antrieb. Der für Anfang 2027 geplante Kompakte bekommt dabei mehr als neue Schriftzüge.

Tornadorot, Karositze und eine rote Linie an der Front: Volkswagen greift beim ID.3 GTI gleich mehrere Merkmale auf, die seit Jahrzehnten zur Gestaltung seiner GTI-Modelle gehören. Die rote Lackierung war bereits für die zweite Generation des Golf GTI erhältlich.

Verändertes Erscheinungsbild

Im neuen Elektro-Modell trifft sie auf Matrix-LED-Scheinwerfer, ein beleuchtetes VW-Logo und vertikale Lichtsignaturen im Stoßfänger. Dach und Heckklappe tragen nun die Wagenfarbe, während Spiegelkappen und Seitenschweller in Hochglanzschwarz abgesetzt sind. Damit verändert sich das Erscheinungsbild gegenüber dem bisherigen ID.3 GTX auch abseits der neu gestalteten Front.

VW ID.3 GTI
VW ID.3 GTI

Eine weitere Referenz steckt in den serienmäßigen 20-Zoll-Rädern. Volkswagen nennt das neue Design „Wörthersee“ und erinnert damit an den langjährigen Treffpunkt der GTI-Szene in Österreich. Im Innenraum übernimmt das Sitzmuster „Superclark“ diese Verbindung zur Vergangenheit. Es interpretiert das klassische Schottenkaro mit einem großflächigen Muster neu.

Neue Aufteilung

Dazu kommen rote Ziernähte, eine farbige Linie über die Armaturentafel und eine Zwölf-Uhr-Markierung im Sportlenkrad. Wer eine andere Oberfläche bevorzugt, kann optional eine Sitzanlage mit Kontaktflächen aus dem Mikrovlies „ArtVelours Eco Soul“ bestellen. Elektrische Verstellung, Memory- und Massagefunktion sind ebenfalls vorgesehen.

VW ID.3 GTI
VW ID.3 GTI

Bei der Bedienung setzt Volkswagen auf eine neue Aufteilung. Unter dem 12,9-Zoll-Touchscreen des Infotainmentsystems „Innovision“ sitzt eine separate Leiste für die Klimafunktionen. Lautstärke und Titelwechsel lassen sich über einen Drehregler in der Mittelkonsole steuern.

GTI-Taste

Das digitale Kombiinstrument misst 10,25 Zoll und bietet mehrere Darstellungen, darunter eine Ansicht im Stil eines späten Golf I. Über die GTI-Taste am Lenkrad aktiviert der Fahrer ein eigenes Fahrprofil. Dabei ändern sich neben der Abstimmung von Antrieb, Lenkung und adaptivem DCC-Fahrwerk auch die Anzeigen und die Ambientebeleuchtung.

VW ID.3 GTI
VW ID.3 GTI

Unter der vertrauten GTI-Gestaltung steckt eine Premiere: Erstmals überträgt ein Volkswagen mit diesem Kürzel seine Antriebskraft auf die Hinterräder. Der Elektromotor leistet 240 kW (326 PS) und entwickelt maximal 545 Nm Drehmoment. Damit kündigt Volkswagen den bislang stärksten Serien-GTI an.

Nur 200 km/h

Mit Launch Control soll der Sprint auf 100 km/h in 5,6 Sekunden gelingen, bei 200 km/h, wenn der Verbrenner-GTI erst so richtig warm wird, kommt die elektronische Abregelung. Für die passende Fahrwerksabstimmung überarbeitet Volkswagen unter anderem Federn, Dämpfer und Stabilisatoren. Eine Progressivlenkung und die adaptive Dämpferregelung gehören zur vorgesehenen Serienausstattung.

VW ID.3 GTI
VW ID.3 GTI

Für den Alltag stehen eine Batterie mit 79 kWh nutzbarer Kapazität und eine prognostizierte WLTP-Reichweite von bis zu 601 Kilometern im Datenblatt. Schnellladen ist mit maximal 183 kW vorgesehen, von zehn auf 80 Prozent soll es etwa 29 Minuten dauern.

Einige Optionen

Der 4,29 Meter lange Fünftürer bietet außerdem 385 Liter Kofferraumvolumen. Optional gibt es eine Fahrradträgeraufnahme, während sich über Vehicle-to-Load externe Geräte mit Strom versorgen lassen.

Wer es eine Nummer kleiner mag der wird beim ebenfalls vollelektrischen ID. Polo GTI fündig. Und wer jetzt bereits kalten Schweiß bekommt dem sei versichert, dass derzeit noch kein endgültiges Ende der GTI-Verbrenner eingeleitet wurde.

Sierks Media / Shots Magazin / Fotos: MarioRoman Pictures

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