Sie kennen es: Gerade will man einem Spam-Anrufer höflich, aber bestimmt sagen, dass man wirklich kein Interesse an einem 50-jährigen Energievertrag für die ganze Familie hat.


Und plötzlich ertönt in der Leitung ein Trommelwirbel, gefolgt von einem dramatischen „Ba Dum Tss“. Möglich machen dies Audio-Emojis.

Die Funktion, aktuell noch in der Beta-Version der Google Telefon-App bei Smartphones versteckt, bringt frischen Wind (teilweise wortwörtlich – dazu später mehr) in unsere Gespräche.

Statt „Mhm“ und „Aha“ gibt’s jetzt Applaus, Lacher, Partytröten oder das wohlüberlegte Weinen mit trauriger Posaune – alles auf Knopfdruck während des Telefonats.

Einsatzmöglichkeiten? Unendlich und höchst unterhaltsam:

◉ Bei einem Spam-Anruf: Einfach den Kackhaufen-Emoji drücken, Furzgeräusch inklusive. Gespräch beendet, Punkt gemacht.

◉ Bei nerviger Kaltakquise: „Ich wollte Ihnen nur unser tolles Produkt vorstellen …“ Langgezogener Gähner, danach ein trauriger Trompetenton. Subtil war gestern.

◉ Wenn die Freundin sagt: „Ich hab aus Versehen deine Kreditkarte für einen Shopping-Marathon benutzt …“ Dramatischer Aufschrei, gefolgt von frenetischem Applaus. Denn wer braucht schon finanzielle Sicherheit, wenn’s gute Schuhe gibt?

Audio-Emojis - Applaus und Trommelwirbel am Telefon
Audio-Emojis – Applaus und Trommelwirbel am Telefon

◉ Während eines Telefonats mit der Oma: Sie erzählt zum zehnten Mal von Tante Hildes Hüft-OP? Partytröte. Einfach so. Für die Atmosphäre.

◉ Beim Chef: „Das Meeting wurde um 7.00 Uhr morgens angesetzt.“ Weinen mit Posaune. Kein Kommentar nötig.

Natürlich gibt es auch Regeln: Ein Cooldown sorgt dafür, dass niemand im Dauerfeuer mit Furz- und Lacher-Attacken überzogen wird, man will ja noch ein bisschen Niveau wahren.

Fazit – manchmal besser aufpassen:

Telefonieren war gestern ein bisschen wie Brokkoli: nützlich, aber langweilig. Dank Audio-Emojis ist es jetzt wie Brokkoli mit Glitzer, immer noch gesund, aber deutlich unterhaltsamer.

Und wer weiß: Vielleicht führen diese kleinen Geräusche bald zu weniger Streit, mehr Lachern und deutlich mehr Memes.

Tipp der Redaktion: Beim nächsten Bewerbungsgespräch vielleicht nicht die Tröte oder den Kackhaufen drücken. Nur so ein Gefühl…

Sierks Media / © Fotos: Sierks Media, Google Phone App

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