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Auto Nothaft aus dem Kreis Rottal-Inn erhält Auszeichnung von Bayerischen Ministerien. Kleine Werkstatt setzt sich dabei gegen 258 Bewerber durch.
Eine Kfz-Werkstatt aus Eggenfelden hat sich gegen hunderte Mitbewerber durchgesetzt und gehört nun zu den 20 familienfreundlichsten Unternehmen in Bayern.
Auto Nothaft wurde im Rahmen des Wettbewerbs „Erfolgreich Familienfreundlich“ vom Bayerischen Familien- und Wirtschaftsministerium ausgezeichnet.
Arbeitsministerin Ulrike Scharf und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger überreichten die Preise in München an die Gewinner.
Der Wettbewerb würdigt Betriebe, die durch flexible Arbeitszeitmodelle und mitarbeiterorientierte Ansätze sowohl wirtschaftlich erfolgreich sind als auch den Arbeitsalltag ihrer Beschäftigten erleichtern.
Handwerksbetrieb überzeugt mit 14-köpfigem Team
Von ursprünglich 258 Unternehmen aus ganz Bayern schafften es 30 in die Endrunde. Die 14-köpfige Mannschaft von Hans Nothaft konnte sich letztlich durchsetzen.
„Wir sind sehr stolz, dass ein kleiner Handwerksbetrieb aus unserem Kammergebiet diesen Preis erhalten hat“, erklärte Jürgen Kilger, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz.
Der 58-jährige Werkstattinhaber Hans Nothaft hat die Auszeichnung mit gemischten Gefühlen angenommen – anfangs unterschätzte er den Aufwand.
Was mit einem einfachen Flyer und vier Fragen begann, entwickelte sich zu einem umfangreichen Bewerbungsverfahren mit 40-seitigem Fragebogen, Präsentationen und Mitarbeiterinterviews.
Flexible Arbeitszeiten und persönliche Unterstützung
Was den Betrieb auszeichnet, wird im Gespräch mit den Mitarbeitern deutlich. Tanja Schreib, Sekretärin und alleinerziehende Mutter, arbeitet seit drei Jahren bei Auto Nothaft.

Sie sagt: „Mein Chef interessiert sich auch für die persönlichen Belange seiner Mitarbeiter. Ich kann meine Arbeitszeiten flexibel gestalten – und wenn es mal sein muss, darf ich meinen Sohn auch mitbringen.“
Auch Werkstattleiter Markus Hager, der seit 25 Jahren im Unternehmen tätig ist, bestätigt die besondere Atmosphäre.
Bei der Preisverleihung erhielt er zusätzlich eine Ehrenurkunde der Handwerkskammer für seine langjährige Betriebstreue – überreicht von den beiden Ministern und der Landrätin persönlich.
Familienfreundlichkeit als Wettbewerbsvorteil
Arbeitsministerin Scharf betonte, dass Familienfreundlichkeit mittlerweile ein entscheidender Wettbewerbsfaktor geworden sei.
Wichtig sei nicht die Größe oder Branche eines Unternehmens, sondern das Eingehen auf individuelle Bedürfnisse der Belegschaft. Wirtschaftsminister Aiwanger bezeichnete die Auszeichnung als „Visitenkarte für die Zukunft“.
Nothaft selbst führt seine Haltung auf seinen ehemaligen Lehrherrn zurück, von dem er 1999 die Werkstatt übernahm. „Meine Mitarbeiter sind für mich das höchste Gut – und so behandle ich sie auch“, sagt der Handwerksmeister.
Seine Philosophie: „Wenn jemand krank ist, dann soll er sich richtig auskurieren.“ Bis zur geplanten Betriebsübergabe will er an diesem Prinzip festhalten.
Sierks Media / © Fotos: Anastasiia Krutota, Unsplash (1), obx-news, Handwerkskammer, Sigel (1) / Quelle: obx-news





