Der Renault 4 Plein Air war in erster Linie für heiße Sommertage an der Côte d’Azur konzipiert. 1968 debütierte das Minimalismus-Auto. Ohne festes Dach, Fenster und Türen bediente das tief ausgeschnittene Modell das Bedürfnis der Flower-Power-Bewegung nach großer Freiheit.

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Es entpuppte sich vor 50 Jahren als idealer Gefährte für Sommer, Sonne und Strand. Der Umbau des Renault 4 zum Cabrio erfolgte beim französischen Spezialisten Sinpar (Société Industrielle de Production et d’Adaptation Rhodanienne).

Die der Régie Renault gehörende Firma aus Chassieu bei Lyon entfernte bei insgesamt 563 Renault 4 aus der Serienproduktion das Dach und die Türen.

Renault 4 Plein Air, 1969
Renault 4 Plein Air, 1969

Als weitere Maßnahme erhielt das Frischluftmobil statt Einzelsitzen eine durchgehende Sitzbank auch vorne. Als Sicherheitsvorkehrung gegen das Herausfallen von Fahrer und Passagieren diente lediglich eine kunststoffumhüllte Kette, die die Plein Air Besitzer jedoch meistens aushängten.

Das Verdeck aus einlagigem Segeltuch eignete sich besser als Sonnenschirm, als dass es gegen Wind und Wetter schützte. Das Aufspannen des Textildachs mit Gestänge im Stil eines Sonnenschirms bedurfte Geschick und Geduld.

Renault 4 Plein Air, 2010
Renault 4 Plein Air, 2010

Auch der 845-Kubikzentimeter-Benziner mit 26 PS nahm sich im Vergleich eher bescheiden aus. Seinem Besitzer garantierte der Wagen mit seinem Flair von Liberté und Savoir-vivre dennoch Exklusivität.

Bereits 1971 kam dann das Aus für den Renault 4 Plein Air. Fast so wie bei der Flower-Power-Bewegung…

Fotos: Renault

Rubriken: Cars