Die Bitpanda Hamburg Open zählen längst zu den Turnieren, die sich in der ATP-500-Serie durch ein besonders eigenständiges Profil abheben.


Auch 2026 zog das Event die Massen an. Am Ende holte sich der Peruaner Ignacio Buse den verdienten Finalsieg gegen Tommy Paul (USA).

Im Gespräch mit Kristoff Puelinckx wird deutlich, warum der Standort Hamburg nicht nur eine weitere Station im Turnierkalender ist.

Denn Tradition, Authentizität und die besondere Atmosphäre auf einer echten Tennisanlage stehen für das Event ebenso wie ein fachkundiges sowie leidenschaftliches Publikum.

Genau dieses Zusammenspiel macht den Reiz der Hamburg Open aus – für Spieler, Partner und Fans gleichermaßen.

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Wer ist Kristoff Puelinckx?

Kristoff Puelinckx ist ein belgischer Unternehmer und Gründer von Tennium, einer internationalen Tennisplattform mit Schwerpunkt auf Turnierorganisation, Spielermanagement und Evententwicklung.

Zuvor war er Mitgründer von Delta Partners, einer Beratungs- und Investmentgesellschaft für die Telekom-, Medien- und Digitalbranche. Heute zählt er zu den prägenden Persönlichkeiten hinter der wirtschaftlichen und strukturellen Entwicklung moderner Tennisevents und ist unter anderem mit den Bitpanda Hamburg Open verbunden.

Ausbildung: Ingenieurstudium an der Universität Gent, MBA an der IESE Business School.

Aktuelle Funktionen: Founder & CEO von Tennium sowie Partner bei Vonzeo Capital.

Was zeichnet die Bitpanda Hamburg Open im Vergleich zu anderen ATP-500-Turnieren aus, und welche Rolle spielt dabei das Hamburger Publikum?

Die Bitpanda Hamburg Open haben innerhalb der ATP-500-Kategorie eine ganz besondere Identität. Hamburg verbindet Tradition, Geschichte und Authentizität auf eine Weise, wie es nur wenige Turniere können.

Dass das Turnier auf einer echten Tennisanlage, dem Club an der Alster, ausgetragen wird, macht es außergewöhnlich authentisch und einzigartig. Die Spieler betreten keine sterile Eventlocation, sondern spüren vom ersten Moment an die Tradition, die Nähe zu den Fans und die echte Tenniskultur. Diese Atmosphäre verleiht dem Turnier einen Charakter, der sich deutlich von vielen anderen ATP-500-Events unterscheidet.

Das Hamburger Publikum spielt dabei eine enorme Rolle. Die Zuschauer sind fachkundig, leidenschaftlich und emotional eng mit den Matches verbunden. Viele Spieler sagen uns, dass sie hier eine echte Wertschätzung erfahren – nicht nur als Stars, sondern für ihren Sport insgesamt. Dadurch entsteht eine besondere Verbindung zwischen dem Turnier, den Spielern und der Stadt.

Wie gelingt es Ihnen, Jahr für Jahr Topspieler nach Hamburg zu holen? Welche Faktoren sind neben Weltranglistenpunkten besonders wichtig?

Topspieler zu gewinnen, hat längst nicht mehr nur mit Punkten oder Preisgeld zu tun. Das gesamte Erlebnis für die Spieler ist heute von zentraler Bedeutung. Wir investieren sehr viel in ein Umfeld, in dem sich Spieler und ihre Teams wohlfühlen, respektiert werden und bestmöglich unterstützt sind.

Dazu gehören sämtliche Bereiche – von Logistik und Infrastruktur über Trainingsbedingungen und Hospitality bis hin zu Spielplanung und persönlichen Beziehungen. Wenn Spieler eine positive Erfahrung machen, kommen sie oft gerne zurück.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Aufbau von langfristigem Vertrauen zu den Spielern und ihren Teams. Genau darauf legen wir bei allen Tennium-Turnieren großen Wert.

Kristoff Puelinckx
Kristoff Puelinckx

Als CEO von Tennium bringen Sie Spieler, Turnierveranstalter, Investoren und Marken zusammen. Wo sehen Sie aktuell die größten Chancen – aber auch die größten Herausforderungen?

Tennis verfügt über ein globales Publikum und eine starke Premium-Positionierung. Das macht den Sport wirtschaftlich äußerst attraktiv.

Die größten Chancen liegen heute insbesondere im Bereich Premium Hospitality, bei Erlebnisformaten und der Entwicklung neuer Entertainment-Konzepte rund um die Veranstaltungen.

Gleichzeitig besteht die Herausforderung darin, die Interessen aller Beteiligten in Einklang zu bringen. Spieler, Fans, Sponsoren, Medien, Investoren und Verbände haben unterschiedliche Erwartungen. Diese Balance erfolgreich zu gestalten, wird immer wichtiger.

Welche Rolle spielen Investoren und Sponsoren wie Bitpanda für die Stabilität von Turnieren wie den Hamburg Open?

Sie sind absolut essenziell. Moderne Sportveranstaltungen benötigen erhebliche und langfristige Investitionen, um auf höchstem Niveau wettbewerbsfähig zu bleiben.

Starke Partner wie Bitpanda sowie die lokalen Institutionen sorgen nicht nur für finanzielle Stabilität, sondern tragen auch maßgeblich dazu bei, die Sichtbarkeit und internationale Strahlkraft des Turniers zu erhöhen.

Aus Ihrer Sicht als langjähriger Unternehmer: Was macht das Modell von Tennium heute besonders und wie sehen Sie die Entwicklung von Tennis-Events in den kommenden Jahren?

Das Besondere an Tennium ist, dass wir verschiedene Bereiche des Sportökosystems unter einer gemeinsamen Vision vereinen: Turnierorganisation, Spielermanagement, kommerzielle Partnerschaften, Fan-Erlebnis, Entertainment, Premium Hospitality und die langfristige Entwicklung von Sportveranstaltungen.

Der integrierte Ansatz gibt uns große Flexibilität und gleichzeitig ein tiefes Verständnis der Sportindustrie aus unterschiedlichen Perspektiven. Mit Blick auf die Zukunft werden Tennis-Events immer stärker erlebnisorientiert sein.

Fans erwarten heute mehr als nur Tennismatches. Sie wünschen sich Unterhaltung, digitale Interaktion, hochwertige Hospitality-Angebote und eine emotionale Verbindung zum Event.

Gleichzeitig werden Nachhaltigkeit, Innovation und die globale Vermarktung von Geschichten und Persönlichkeiten weiter an Bedeutung gewinnen. Erfolgreich werden jene Turniere sein, denen es gelingt, Tradition mit modernen Formen der Fanbindung zu verbinden.

Sierks Media / Shots Magazin / © Fotos: Tennium (1), Sierks Media (1)

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