Es ist eine absolute Traumgeschichte von Design, Schönheit und großen Namen, die Peter Schmidt seit den 1970er Jahren schrieb. Im Packaging-Design war der Wahl-Hamburger so erfolgreich, dass die ganze Welt seine Arbeiten kennt.

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Professor Peter Schmidt ist heute 83 Jahre alt. Sein Büro – „The Studios“ in der Hamburger HafenCity – besucht er noch regelmäßig, aber dass er öffentlich in Erinnerungen schwelgt, das ist eher selten.

Seine Spezialität sind Parfum-Flakons. Diese Behälter für Düfte sind Urenkel der antiken Snuff-Bottles aus China. Schon damals waren es kleine sowie äußerst kunstvolle Fläschchen für Tabak, Natur-Arzneimittel, ätherische Riechmittel und später sogar Opium.

Die Historie von Flakons setzte sich immer weiter fort, heute sind sie ein eminent wichtiger Faktor für den Erfolg oder Misserfolg eines Markenparfums.

Der in diesem Bereich weltbekannte Peter Schmidt überließ schon immer lieber seinen Kreationen den Red Carpet und das Scheinwerferlicht. Die Düfte, deren Verpackungen er designte, kennen Sie alle.

Ob es nun Parfums für Wolfgang Joop, Davidoffs Cool Water, Tabac, 4711 oder andere waren: Peter Schmidt traf mit seinen Entwürfen immer den richtigen Zeitgeist und die perfekte Ansprache, die sich Kunden beim Entpacken und bei der Verwendung eines Beauty-Produktes wünschen.

Der minimalistische Flakon „Woman Pure“ für Jil Sander wurde in die Galerie des MoMA (Museum of Modern Art, New York) aufgenommen. Ein Ritterschlag und eine Ehre zugleich, die nur den allerwenigsten Designern auf dieser Welt zuteil wird.

Wobei das Minimalistische nicht von ungefähr kommt, sondern aus den strengen Predigungen seiner Schule resultiert. Angereichert wurden seine Erfahrungen, die in die Designs einflossen, durch lange Aufenthalte zwischen Japan und China über Deutschland und Italien bis hin zu den USA.

Seine emotionalsten Momente? Peter Schmidt verrät sie uns: Da war einerseits die Umarmung von Jil Sander, die ihn nach einem Flakonentwurf in den Arm nahm und sagte: „Peter, DAS ist es!“

Oder da gab es beim gemeinsamen Blick auf Säulen in Italien den Wunsch seiner Freundin Laura Biagiotti, doch solche Flakons zu entwerfen, wie sie auf ihrer Terrasse stehen. Wir kennen das Ergebnis als die Verpackung des Duftes „Roma“.

Zu den Beauty-Designs kamen im Lauf der Jahre weitere Arbeiten wie Porzellan, Wasserflaschen, Baumkuchen und sogar Bühnenbilder sowie Foyerbereiche in Theatern und Opern.

Vor zwei Jahren wurde Peter Schmidt in Hamburg für sein Lebenswerk geehrt. Und seine Inspirationen, jahrzehntelangen Erfahrungen sowie den Sinn und Geist seiner Kreationen gibt der Meister der Flakons nun mit „The Studios“ weiter.

Dort fokussiert er sich mit seinem Team schwerpunktmäßig auf den ihm persönlich wichtigen Kultur- und Kunstbereich. Was es dort wohl zukünftig noch Außergewöhnliches für uns interessierte Betrachter*innen an Designs geben wird?

Die Traumgeschichte geht jedenfalls weiter. Mehr Informationen finden Interessierte online sowie aktuell unter the-studios.net.

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Shots Magazin / © Fotos: THE STUDIOS, Hans Hansen (3), Dominik Odenkirchen (1), Oliver Fantitsch (1)

Rubriken: Gentlemen