Die Lebenshaltungskosten in Deutschland liegen über dem EU-weiten Durchschnitt. Obwohl die Bundesrepublik nicht das teuerste EU-Land ist, ist das Leben in vielen Nachbarstaaten deutlich günstiger.

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Lebensmittel, Miete und Energie schlagen in der Bundesrepublik am kostspieligsten zu Buche. Dass die deutschen Löhne laut Statistischem Bundesamt 2019 gestiegen sind, macht diese Kosten nicht automatisch wieder wett.

Insbesondere in Bulgarien, Tschechien und Polen liegen die Lebenskosten deutlich unter deutschem Niveau. Obwohl das Leben in Deutschland teuer ist, erhält man in Nachbarländern wie Dänemark und der Schweiz noch weniger für sein Geld.

Mietkosten belasten monatlich am meisten

Die Mietkosten sind in den meisten deutschen Haushalten der wesentlichste Kostenpunkt, was monatliche Belastungen betrifft. Seit 1995 ist der deutsche Mietpreisindex stetig angestiegen. Das Statistische Bundesamt gibt eine durchschnittliche Nettokaltmiete von fast sieben Euro pro Quadratmeter an.

Mietkosten belasten monatlich am meisten
Mietkosten belasten monatlich am meisten

An den aufgrund von Wohnungsmangel steigenden Kaltmieten lässt sich kaum etwas ändern. Weil aber auch die Nebenkosten teuer zu Buche schlagen, raten Verbraucherschützer Sparfüchsen zur regelmäßigen Prüfung der Nebenkostenabrechnung. In dieser sind oftmals kostspielige Fehler zu Lasten des Mieters versteckt. Insgesamt beläuft sich die Warmmiete im Idealfall auf weniger als ein Drittel des Nettoeinkommens, damit genügend Geld zum Leben bleibt.

Dänemark ist teuerstes EU-Land

Vergleichsweise niedrig fallen die deutschen Lebensmittelkosten aus. In Vergleichen mit den europäischen Nachbarstaaten belegt die Bundesrepublik hier lediglich den 16. Platz. Am teuersten sind Nahrungsmittel und Konsumgüter in Norwegen – einem trotz der Kosten immer beliebteren Reiseland. Hinsichtlich der Konsumgüter ist auch Dänemark relativ hoch angesiedelt.

Dänemark ist teuerstes EU-Land
Dänemark ist teuerstes EU-Land

Insgesamt betrachtet gilt Dänemark als teuerstes in der EU und liegt fast 40 Prozent über dem Durchschnitt. Für Deutschland spricht das Statistische Bundesamt im Jahr 2018 dagegen von nicht einmal vier. Staaten wie Irland und Luxemburg sind in dieser Hinsicht deutlich kostspieliger.

Steigende Anschaffungspreise für Autos

Miet- und Lebensmittelpreise sind nicht die einzigen Kostenpunkte, die monatlich anfallen. Auch das eigene Auto belastet regelmäßig den Geldbeutel. Laut dem Jahresreport der DAT geben Deutsche durchschnittlich mehr als 30.000 Euro für den Autokauf aus. Hinzu kommen laufende Steuer-, Versicherungs- und Benzinkosten. Im EU-Vergleich sind letztere in der Bundesrepublik eher günstig. Die Neuwagenkosten dagegen liegen über dem EU-weiten Schnitt.

Steigende Anschaffungspreise für Autos
Steigende Anschaffungspreise für Autos

Im Vergleich zum Vorjahr ist der durchschnittliche Neuwagenpreis erneut gestiegen. Experten sprechen seit 2009 von einem kontinuierlichen Anstieg. Den damals kurzfristigen Preisabfall bringen sie mit der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise in Zusammenhang. Heutzutage beurteilen sie das Automobil als Luxusartikel und gehen für die nächsten Jahre von weiterhin steigenden Anschaffungs- und Unterhaltskosten aus.

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Shots Magazin / © Fotos: Unsplash, CCO Public Domain