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Ein Viertel des internationalen Luxusuhrenmarktes, der Hunderte, wenn nicht sogar Tausende von Marken umfasst, wird von Rolex beherrscht. Die Dominanz von Rolex bedeutet allerdings nicht, dass sie wirklich der Anführer des Rudels ist.

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Wohlgemerkt, eine Rolex ist immer noch eine großartige Uhr, dennoch gibt es viele Marken, die genauso viel oder mehr Qualität, Geschichte und Wert bieten.

Watchfinder & Co., der Spezialist für gebrauchte Luxusuhren, hat eine Auswahl an fünf Uhren zusammengestellt, die Rolex in nichts nachstehen und vielleicht sogar eine bessere Alternative sind.

Grand Seiko Snowflake SBGA211G

Bei dieser ersten Alternative zucken Rolex-Anhänger höchstwahrscheinlich zusammen, denn eine Uhr von Grand Seiko mit einer Rolex zu vergleichen scheint für sie unvorstellbar. Allerdings gibt es einige Uhren-Liebhaber, die die Grand Seiko loben.

Das Aushängeschild der Marke, ist die 41 mm große SBGA211 Snowflake aus Titan. Dass es sich bei der Grand Seiko Snowflake um eine japanische Uhr handelt, ist kein Geheimnis, denn dies zeigt sich schon auf dem Zifferblatt.

Foto: Grand Seiko

Das Design lässt die Liebe zur Schönheit der Natur mit einer Darstellung der Schneefelder vor dem Shinshu Watch Studio, in dem die Uhr entstanden ist, voll zur Geltung kommen. Die wahre Stärke der Grand Seiko liegt in der Qualität ihrer Ausführung. Die Verarbeitung des Zifferblatts, der Indexe und der Zeiger ist so makellos wie nur möglich.

Damit ist die Uhr nicht nur in ihrem Preissegment von 5.000 Euro, sondern in der gesamten Uhrmacherkunst ein qualitatives Meisterwerk. Wenn man darüber genauer nachdenkt, ist das ziemlich unglaublich.

Fast so unglaublich wie der Kaliber 9R65, der die Mechanik eines Schweizer Uhrwerks mit der eines selbstangetriebenen Quarzwerks kombiniert, um die ultimative Kombination aus mechanischer Unabhängigkeit und Genauigkeit zu schaffen, sowie den berühmten durchschlagenden Sekundenzeiger.

Jaquet Droz Grand Seconde Email Ivoire J003033204

Während Sie vermutlich schon einmal von Grand Seiko gehört haben, ist Jaquet Droz für Sie wahrscheinlich ein absolutes Novum. Jedoch ist die Marke keine Neuheit, denn der Name Jaquet Droz wurde erstmals 1738 in der Uhrmacherei verwendet und ist damit schon länger in der Branche als Vacheron Constantin, Audemars Piguet und Patek Philippe.

Berühmt wurde die Uhrenmanufaktur mit der Herstellung des mechanischen Äquivalents von Robotern aus dem 18. Jahrhundert und somit ist Jaquet Droz im Grunde der Vorläufer von Boston Dynamics.

Foto: Jaquet Droz

Die Schweizer Uhrenmanufaktur stellt seine Uhren auch heute noch nach eleganten Entwürfen her, die sich auf die Traditionen des Uhrhandwerks berufen. Die 43-mm-Grande Seconde Email Ivoire aus Roségold greift beispielsweise auf eine Taschenuhr aus dem Jahr 1784 zurück, die – wie der Name schon sagt – einen großen Sekundenzeiger auf einem elfenbeinfarbenen Emaille-Zifferblatt hat.

Heutzutage hat ein präzises mechanisches Uhrwerk nicht mehr denselben Wow-Effekt wie damals, aber der Kaliber 2663 ist ein wunderschönes und überraschend moderndes Exemplar mit einer satten 68-stündigen Gangreserve, die aus zwei Federhäusern resultiert, um die Drehmomentkurve zu glätten und die Ganggenauigkeit zu erhöhen.

Die Veredelung hingegen ist traditionell, gemasert, gestreift und poliert, wie man es von einem alten Uhrenmeister erwarten würde. Der Preis für diese Geschichte, diese Schönheit und diesen mechanischen Charme? Sie können eine Uhr von Jaquet Droz schon für weniger als 10.000 Euro erwerben.

Vacheron Constantin FiftySix 4600E/000A-B442

Als die 40 mm große Vacheron Constantin Fifty-Six aus Edelstahl zum ersten Mal auf den Markt kam, ließen die Reaktionen nicht lange auf sich warten. Die Kritik lautete, dass das Modell nicht von einem hauseigenen Vacheron Constantin Uhrwerk angetrieben wird, dass es nicht mit dem Genfer Siegel zertifiziert ist und dass es nicht so atemberaubend ist wie einige der anderen Modelle der Marke.

Der Kaliber 1326 der Fifty-Six wird von den Uhrmachern von Vacheron Constantin handgefertigt. Und auch wenn sie nicht das Genfer Siegel trägt, ist sie so gut verarbeitet, dass man ihr ein solches verleihen würde, wenn man sie einreichen würde.

Foto: Vacheron Constantin

Die Vacheron Constantin Fifty-Six aus Edelstahl ist der perfekte Einstieg in die Vacheron Constantin-Kollektion, da diese gerade einmal um die 12.000 Euro kostet. Diejenigen, die sie kritisieren, können auf die Spitzenmodelle der Fifty-Six-Kollektion zurückgreifen, denn diese werden vom hauseigenen Vacheron Constantin Uhrwerk angetrieben und sind mit dem Genfer Siegel zertifiziert.

Dies ist allerdings mit höheren Kosten verbunden. Der eigentliche Sinn der Fifty-Six ist es kosteneffektiv zu sein. Somit sollte man die Vacheron Constantin Fifty-Six aus Edelstahl als das betrachten, was sie ist: eine Uhr von einem der drei besten Uhrmacher mit einem handgefertigten Uhrwerk für weniger als den UVP der Daytona.

Glashütte Original Senator Panorama Date Moon Phase 100-04-05-12-30

Verlassen wir für einen Moment die Schweiz und schauen nach Deutschland. Beide Länder sind in der Uhrenindustrie seit dem ersten Tag miteinander verflochten – die Schweizer Regierung bot sogar einige nette Anreize, die die deutschen Einwohner dazu brachten, aus dem Schwarzwald über die Grenze in die Schweiz zu kommen.

Für die Uhrenmacher, die in Deutschland geblieben sind, gibt es Glashütte Original, die, wie der Name schon sagt, die Uhrenmanufaktur aus der Stadt Glashütte ist. Na ja, sozusagen. Ursprünglich war der Uhrenhersteller aus Glashütte unter dem Namen A. Lange & Söhne bekannt.

Foto: Glashütte Original

Allerdings wurde der Uhrenmacher sowie weitere Uhrenmanufakturen während der kommunistischen Ära unter einem einzigen öffentlichen Unternehmen zusammengefasst. Als diese Zeit vorbei war, erfand sich A. Lange & Söhne neu, und Glashütte Original entstand.

Heute verkörpert Glashütte Original deutsche Uhrmacherkunst auf höchstem Niveau, was sich in der Senator Excellence Panorama Date Moon Phase in 42 mm Edelstahl widerspiegelt. Der Stil der Uhr fällt sofort ins Auge und das exzentrische Großdatum und die Mondphase sind vermutlich aus Gründen der Effizienz beim Bau des Uhrwerks so positioniert.

Apropos Uhrwerk: Der Kaliber 36-04 ist eine wahre Schönheit, der allein schon den Preis von 12.000 Euro wert ist.

Blancpain Fifty Fathoms Automatique 5008-1130-B52A

Glaubt man der Marketing-Maschinerie von Rolex, so ist die Submariner der eigentliche Ursprung der modernen Taucheruhr. Sie ist sicherlich sehr einflussreich und unglaublich beliebt, aber die Erste? Dieser Verdienst gebührt der Blancpain Fifty Fathoms.

Denn bevor Steve McQueen seine 5512 locker am Handgelenk trug und bevor Jacques Cousteau die Geheimnisse der Tiefsee mit einer Submariner als treuestem Begleiter enträtselte, gab es die Blancpain Fifty Fathoms Automatique.

Foto: Blancpain

Betrachtet man die drehbare Lünette, die einfachen Markierungen, die großen Leuchtzeiger, so ist eine starke Ähnlichkeit zwischen den beiden Uhren zu erkennen. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man meinen, es handele sich um ein regelrechtes Plagiat von Rolex‘ berühmtester Kreation.

Schließlich gibt es viele, viele, viele andere Uhrenhersteller, die tatsächlich von der Submariner abgekupfert haben. Aber nein. Die Fifty Fathoms, mit 40 mm Durchmesser aus Edelstahl, gab es zuerst. Sie war so experimentell, dass sie noch nicht einmal für die Öffentlichkeit zugänglich war, bis Blancpain den kommerziellen Erfolg der Submariner erkannte.

Die ursprüngliche Fifty Fathoms wurde nach den Anforderungen französischer Spezialtaucher gebaut, einer Elitetruppe, deren Leben von der Leistung der Uhr abhing – daher auch das einfache, funktionelle Design.

Mit einem UVP von knapp 14.000 Euro und der Fertigungsqualität einer der ältesten Uhrenmanufakturen verdient sie mehr als nur den zweiten Platz.

Watchfinder & Co. wurde 2002 gegründet und ist die erste Adresse für den Kauf, Verkauf und Umtausch von gebrauchten Luxusuhren.

Von Bestsellern bis hin zu Vintage- und limitierten Stücken bietet Watchfinder über 4.000 Uhren von mehr als 70 Luxusmarken an, die alle online und über ein Netzwerk von Boutiquen und Ausstellungsräumen erhältlich sind.

Shots Magazin / © Fotos: Watchfinder & Co. (5), pingpong56, de.depositphotos.com (1)

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