Nach der Fußball-Europameisterschaft ist vor Olympia: Grund genug für die Immobilien-Experten von Objego die regionalen Mietpreise in deutschen Städten mit den Gehältern von Profi-Sportlern zu vergleichen.

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Die Auswertung soll die noch immer vorherrschende Ungleichheit im Profi-Sport und die teilweise horrenden Mietpreise in deutschen Städten veranschaulichen.

Dafür wurden Daten bezüglich der aktuellen durchschnittlichen Mietkosten deutscher Großstädte erhoben und in Relation zu den durchschnittlich gezahlten Honoraren an männliche Bundesligaprofis, weibliche Bundesligaprofis und Olympioniken gesetzt.

Der Vergleich zeigt auf, dass weibliche Fußballprofis und Olympioniken deutlich länger arbeiten müssen, um etwa die durchschnittliche Miete finanzieren zu können.

Besonders in Großstädten, wie Hamburg, ist die Ungleichheit am größten. Ein Bundesliga-Spieler in Hamburg verdient pro Spielminute 362,- Euro. Er benötigt 1,9 Spielminuten, um die durchschnittlichen Mietkosten einer 60m² Wohnung in Hamburg von 684,- Euro zu finanzieren.

Die weiblichen Hamburg-Profis verdienen 16,20 Euro pro Spielminute und müssen dementsprechend 42,2 Minuten, also fast eine ganze Halbzeit, spielen, um die Durchschnittsmiete bezahlen zu können.

Ein Olympiateilnehmer aus Hamburg benötigt dafür sogar 2.627 Arbeitsminuten, also 5,47 Arbeitstage á 8 Stunden. Das Einkommen des männlichen Profis überwiegt das des Olympioniken um den Faktor 1.382.

So lange arbeiten Profisportler, um die Miete zu bezahlen
So lange arbeiten Profisportler, um die Miete zu bezahlen

Obwohl der bekannteste Hamburger Club momentan in der 2. Bundesliga kickt, hat sich das Einkommen der Spieler nicht signifikant verringert. Vergleichbare Verhältnisse finden sich auch im Bundesdurchschnitt.

Besonders offensichtlich sind die ungleiche Verteilung von Sport-Budgets im Profi-Sport und die Auswirkungen auf die Lebenshaltungskosten in München, Hamburg, Dortmund, Stuttgart und Berlin.

Angeglichener sind die Verhältnisse in Wuppertal, Gelsenkirchen und Chemnitz, was vielmehr auf günstigere Mieten als auf eine fairere Verteilung zurückzuführen ist.

Noch ein Beispiel: Ein Münchner Bundesliga-Spieler hat die Durchschnittsmiete in 30 Spielsekunden finanziert. Ein Olympiateilnehmer aus München benötigt hingegen 8,9 volle Arbeitstage á acht Stunden.

Die Plattform Ojego erleichtert den Vermieter-Alltag mit digitalen Lösungen. Seit der Gründung im Jahr 2020 arbeitet das PropTech-Unternehmen an einer digitalen Variante zur Immobilienverwaltung.

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Shots Magazin / © Fotos: Christian Dubovan (1), Markus Spiske (1), Unsplash

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