Christie’s Paris richtet im Juni 2025 eine wirklich großangelegte Online-Auktion für stylishe Designerhandtaschen aus.
Unter dem simplen Titel namens Handbags werden vom 12. bis 24. Juni knapp 300 Modelle angeboten – darunter 130 Lose ohne Mindestgebot.
Die Versteigerung richtet sich sowohl an erfahrene Sammler als auch an Neueinsteiger, die kurz vor dem Sommer ein ikonisches Stück erwerben möchten.
Das teuerste Exponat der Auktion ist eine weiße Birkin 20 Faubourg, die mit einem Schätzpreis zwischen 180.000 und 300.000 Euro aufgerufen wird.
Seltene Hermès-Raritäten aus den späten 1990er Jahren
Besondere Aufmerksamkeit gilt zwei außergewöhnlichen Stücken aus der experimentellen Hermès-Ära der späten Neunziger, die für ihren Einsatz metallischer Materialien bekannt ist.
Eine Birkin 40 in Gold-, Silber- und Bronzeziegenleder besticht durch ein faszinierendes Lichtspiel auf der Oberfläche und gilt möglicherweise als Unikat. Der Schätzpreis liegt bei 20.000 bis 30.000 Euro.
Noch seltener ist die Sterling Silver Mini Kelly, die vollständig aus massivem Silber gefertigt wurde. Unter der künstlerischen Leitung von Jean-Paul Gaultier wurde sie bei der Herbst/Winter Show 2005 als Halskette getragen – ein Objekt an der Grenze zwischen Schmuck, Mode und Design. Schätzpreis: 60.000 bis 80.000 Euro.
Die 2000er Jahre: Extravaganz und kreative Höchstleistung
Die Auktion bildet auch das kreative Jahrzehnt der Nullerjahre prominent ab. Hermès präsentierte damals mit der Quelle Idole-Tasche eine anthropomorphe Interpretation des Klassikers (12.000 bis 18.000 Euro), die 2022 als Kelly Doll Picto neu aufgelegt wurde (30.000 bis 40.000 Euro).
Auch John Gallianos Arbeit für Dior ist vertreten: Eine Auswahl von Saddle Bags aus der Kollektion 2007, jeweils von einer anderen Weltkultur inspiriert, steht zum Verkauf.
Das Paar aus China Saddle Bag und India Saddle Bag wird ohne Mindestgebot für 1.500 bis 2.000 Euro angeboten.
Hermès Picnic Collection: Sommerstücke unter dem Hammer
Für Sammler besonders interessant sind mehrere Stücke aus der Hermès Picnic Collection. Eine Birkin Picnic sowie eine limitierte Rouge De Cœur Swift Leather & Osier Mini Picnic Kelly werden jeweils mit 30.000 bis 35.000 Euro geschätzt.
Ebenfalls vertreten ist eine Picnic Kelly 35, die 2011 unter Jean-Paul Gaultier eingeführt wurde. Die charakteristische Korbflechttechnik verleiht diesen Modellen ihren unverwechselbaren Charakter und macht sie zu begehrten Sammlerstücken.
Kellywood 22 Perspective Cavalière: Tasche als Kunstobjekt
Den konzeptuellen Abschluss der Auktion bildet die Hermès Kellywood 22 Perspective Cavalière, die zu einem Schätzpreis von 45.000 bis 55.000 Euro aufgerufen wird.
Das in äußerst limitierter Stückzahl produzierte Stück verwandelt die klassische Kelly in ein skulpturales Objekt und überschreitet die Grenze zwischen Accessoire und Kunstwerk – es ist ein Manifest für Handwerkskunst, Design und künstlerische Experimentierfreude zugleich.
Sierks Media / Shots Magazin / © Fotos: Christie’s Images Limited
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