Ferrari hat nun den Amalfi Spider offiziell vorgestellt – ein 2+-sitziges Cabrio mit frontmittig eingebautem V8-Biturbo, das Sportlichkeit und Alltagstauglichkeit unter freiem Himmel verbinden soll.


Gegenüber dem Ferrari Roma Spider wurde das Turboladermanagement grundlegend überarbeitet.

Amalfi Spider Dach

Das weiche Verdeck öffnet in 13,5 Sekunden und lässt sich bei Tempo bis zu 60 km/h bedienen. Zusammengefaltet misst es nur 220 mm in der Höhe – ein Wert, der den Kofferraum kaum beschneidet.

255 Liter stehen bei geschlossenem Dach bereit, 172 Liter bei offenem. Das Stoffdach besteht aus fünf Schichten und soll Schall- und Wärmedämmung auf dem Niveau eines Hardtops liefern.

Das Verdeck ist in vier Farben in Maßstoff sowie zwei Varianten in technischem Gewebe erhältlich, darunter das neue Tecnico Ottanio. Die markante Webstruktur des technischen Gewebes erzeugt einen dreidimensionalen Schimmereffekt.

Ferrari Amalfi Spider
Ferrari Amalfi Spider

Amalfi Spider Design

Unter der Leitung von Flavio Manzoni entstand ein Entwurf, der die Proportionen des Ferrari Amalfi Coupé auch im offenen Zustand erhalten soll – eine fließende, minimalistische Silhouette ohne gestalterische Kompromisse.

Neu eingeführt wird die Farbe Rosso Tramonto: ein intensives Rot mit orangefarbenen Untertönen, das die Abenddämmerung an der Amalfiküste zitiert und die bisherige Farbe Verde Costiera ergänzt.

Im Innenraum zeigt sich ein Dual-Cockpit-Layout mit eigenständig gestalteten, aber optisch verbundenen Fahrer- und Beifahrerbereichen. Das zentrale Steuerpult ist als schwebende Brücke aus Vollaluminium gefräst. Neu: Instrumentencluster und Lüftungsdüsen sind erstmals in einer gemeinsamen Einheit zusammengefasst.

Ferrari Amalfi Spider
Ferrari Amalfi Spider

Amalfi Spider Technik

Das Lenkrad kehrt zu physischen Tasten zurück; der legendäre Start-Knopf aus eloxiertem Aluminium ist wieder dabei.

Drei Displays übernehmen die Informationsverteilung. Sie zeigen das digitale Kombiinstrument, ein zentrales Touchdisplay für Multimedia, Klima und Fahrzeugeinstellungen sowie ein Beifahrerdisplay mit G-Kräften und Drehzahl.

Apple CarPlay, Android Auto und kabelloses Laden sind serienmäßig an Bord. Das Fahrwerk setzt auf Brake-by-Wire, das ABS Evo-System (bekannt aus 296 GTB und Purosangue) sowie Side Slip Control.

Ferrari Amalfi Spider
Ferrari Amalfi Spider

Amalfi Spider Aerodynamik

Das elektrische Lenksystem schätzt den Grip nun zehn Prozent schneller und präziser als bisher. Der Manettino bietet fünf Stufen: Wet, Comfort, Sport, Race und ESC-Off.

Der aktive Heckflügel arbeitet in drei Stufen – Low Drag, Medium Downforce und High Downforce – und generiert in der HD-Konfiguration bei 250 km/h bis zu 110 kg mehr Anpressdruck bei weniger als vier Prozent Mehrwiderstand.

Ein zuschaltbarer Windabweiser im Rücksitzbereich lässt sich per Knopfdruck bis Tempo 170 aktivieren und reduziert Turbulenzen im Cockpit spürbar.

Ferrari Amalfi Spider
Ferrari Amalfi Spider

Amalfi Spider Motor

Herzstück ist der weiterentwickelte 3,855 Liter V8-Biturbo aus der F154-Familie – vielfach ausgezeichnet und nun auf 640 PS gesteigert. Gegenüber dem Ferrari Roma Spider wurde das Turboladermanagement grundlegend überarbeitet.

Beide Turbolader lassen sich nun unabhängig voneinander regeln, neue leichte Nockenwellen sparen Gewicht und ein überarbeiteter Motorblock reduziert die Schwere um rund ein weiteres Kilogramm.

Erstmals kommt bei einem Ferrari-Motor ein Leichtlauföl zum Einsatz, das den Kaltwiderstand senkt. Das 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (bekannt aus dem SF90 Stradale) wurde mit einer leistungsfähigeren Steuereinheit und verbesserter Motorintegration weiterentwickelt.

Ferrari Amalfi Spider
Ferrari Amalfi Spider

Amalfi Spider Wartung

Ferrari bietet für den Amalfi Spider ein siebenjähriges Wartungsprogramm an, das alle Regelwartungen im 20.000-km- oder Jahresrhythmus abdeckt.

Der Service ist weltweit über das offizielle Händlernetz verfügbar und gilt auch für Gebrauchtfahrzeuge. Genaue Auslieferungen hat Ferrari übrigens offiziell noch nicht kommuniziert.

Bestellungen sind bereits offen, die ersten Fahrzeuge werden für Anfang 2027 erwartet. Zum Preis äußert sich der Hersteller ebenfalls noch nicht offiziell. Im Raum stehen wohl rund 270.000 Euro…

Sierks Media / © Fotos: Ferrari Presse

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