Auf dem Foto oben: Autor Mario-Roman Lambrecht mit dem Volkswagen ID. Cross.
Volkswagen braucht endlich mal wieder einen positiven Schub. Mit dem elektrischen ID. Cross könnten die Wolfsburger tatsächlich einen potenziellen Bestseller auf die Pneus gestellt haben.
Während der bereits vorgestellte ID. Polo den klassischen Kleinwagen elektrifiziert, spricht das kompakte SUV eine deutlich größere Zielgruppe an. Höher, praktischer und vielseitiger besitzt der ID. Cross das Potenzial, zum eigentlichen Volumenmodell der neuen Elektrofamilie zu werden.
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Gleiche Plattform

Beide Fahrzeuge basieren auf der neuen MEB+-Plattform, verfolgen jedoch unterschiedliche Ansätze. Während der ID. Polo klassische Kleinwagenkäufer anspricht, setzt der ID. Cross auf das seit Jahren boomende SUV-Segment.
Mit einem Einstiegspreis von rund 28.000 Euro möchte Volkswagen vor allem Verbrennerfahrer zum Umstieg bewegen. Gleichzeitig kehren mit Trend, Life und Style vertraute Ausstattungslinien zurück.
Sein größter Vorteil zeigt sich bereits beim Einsteigen. Die höhere Karosserie erleichtert den Zustieg spürbar und macht den ID. Cross besonders für Familien und ältere Fahrer attraktiv.
Nur Frontantrieb

Gleichzeitig sorgt die größere Bodenfreiheit für mehr Gelassenheit auf schlechten Straßen oder Feldwegen. Schade nur, dass Volkswagen trotz der SUV-Optik ausschließlich auf Frontantrieb setzt und keinen Allrad anbietet.
Beim Platzangebot liefert der ID. Cross dagegen richtig ab. Der 475 Liter große Kofferraum zählt zu den größten seiner Klasse. Seine besondere Stärke ist jedoch die enorme Tiefe.
Ob Getränkekisten, sperrige Kartons aus dem Baumarkt, ein großer Kinderwagen oder sogar ein zusammengeklappter Rollstuhl: genau hier spielt das kompakte SUV seine Alltagstauglichkeit aus.
Reifer geworden

Hinzu kommen ein 25 Liter großer Frunk unter der Fronthaube, bis zu 1.200 Kilogramm Anhängelast sowie 75 Kilogramm Dachlast. Genau diese praktischen Eigenschaften dürften für viele Käufer wichtiger sein als ein paar zusätzliche PS.
Auch optisch wirkt der ID. Cross deutlich reifer als die ersten ID.-Modelle. Schmale LED-Scheinwerfer, kräftige Radhäuser und klare Linien sorgen für einen modernen Auftritt.
Optional gibt es Matrix-LED-Scheinwerfer, beleuchtete Logos und dreidimensionale LED-Rückleuchten. Mit 4,15 Metern Länge trifft Volkswagen genau das derzeit gefragte SUV-Format.
Innen gelernt

Im Innenraum zeigt Volkswagen, dass man die Kritik der vergangenen Jahre verstanden hat. Die Materialanmutung wirkt hochwertiger, das Cockpit aufgeräumter und klassische Drucktasten erleichtern die Bedienung spürbar.
Hinter dem Lenkrad sitzen ein 10,25 Zoll großes Digitalcockpit und ein 12,9 Zoll großer Touchscreen.
Optional gibt es unter anderem Massagesitze, ein Panorama-Glasdach und ein Harman-Kardon-Soundsystem welches mit dem Subwoofer einen Teil des unteren Kofferraumteils versperrt.
Vernünftige Leistung

Bei den Antrieben regiert die Vernunft. Zur Wahl stehen 116 PS (85 kW), 135 PS (99 kW) und bis zu 211 PS (155 kW). Die 37 oder 52 kWh großen Batterien ermöglichen laut Herstellerangaben bis zu 316 beziehungsweise 436 Kilometer an WLTP-Reichweite.
Geladen wird mit bis zu 90 oder 130 kW am Schnelllader, der Ladevorgang von zehn auf achtzig Prozent dauert rund 24 Minuten.
Dazu kommen praktische Funktionen wie Vehicle-to-Load, One-Pedal-Driving und moderne Assistenzsysteme.
Fazit

Unter dem Strich hinterlässt der Volkswagen ID. Cross einen überzeugenden Eindruck.
Viel Platz, eine clevere Raumnutzung, eine verbesserte Bedienung und ein attraktiver Einstiegspreis könnten genau die Zutaten sein, die Volkswagen derzeit braucht.
Es würde daher nicht überraschen, wenn am Ende ausgerechnet der ID. Cross zum eigentlichen Bestseller der neuen elektrischen Modellfamilie wird.
Sierks Media / Shots Magazin / © Fotos: MarioRoman Pictures
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