Das Luxusresort Aman Kyoto, Japan, hat mit dem Teehaus Senkutsu einen neuen Raum für traditionelle japanische Teezeremonien geschaffen.


Das authentisch gestaltete Gebäude fügt sich in die Waldgärten des Resorts ein und bietet Gästen Zugang zur jahrhundertealten Kunst des Chanoyu.

Das Teehaus Senkutsu steht ab sofort für Gäste des Aman Kyoto zur Verfügung und kann für private Teezeremonien gebucht werden.

Traditionelle Architektur und spirituelle Praxis

Das Teehaus liegt am Ende eines moosbewachsenen Steinwegs mit Blick auf einen Teich und zeigt klassische Elemente japanischer Sukiya-Architektur. Entworfen wurde es vom Sen Art Studio, das auf diese historische Bauweise spezialisiert ist.

Der Name „Senkutsu“ – übersetzt etwa „Höhle des Meisters der Weisheit“ – wurde von Zabosai Sen Soshitsu gewählt, dem Großmeister der 16. Generation der Urasenke-Tradition.

Die Umsetzung erfolgte in der Werkstatt Nakamura Sotoji Komuten, einem führenden Betrieb für traditionelles japanisches Holzhandwerk.

Verwendet wurden regionale Materialien wie Kitayama-Zeder und Erde aus Takagamine für die Lehmwände. Das Ergebnis verbindet natürliche Harmonie mit dem charakteristischen Spiel aus Licht und Schatten.

Zwei Räume für unterschiedliche Zeremonien

Im Inneren befinden sich zwei separate Teebereiche. Der Koma ist ein traditioneller Tatami-Raum mit vier Matten, den Gäste durch den niedrigen Nijiriguchi-Eingang betreten – eine kleine Öffnung, die Demut symbolisiert.

Eine Masu-Doko-Nische nimmt saisonale Blumen und Schriftrollen auf. Die Atmosphäre wird durch den Duft der Tatami-Matten und das gedämpfte Licht der Shoji-Schiebetüren geprägt.

Aman Kyoto eröffnet traditionelles Teehaus Senkutsu im Waldgarten
Aman Kyoto eröffnet traditionelles Teehaus Senkutsu im Waldgarten

Der zweite Raum folgt dem Ryu-Rei-Stil, bei dem auf Stühlen gesessen wird. Diese Form richtet sich besonders an Einsteiger und macht die Teezeremonie komfortabler zugänglich.

Angeschlossen ist der Mizuya-Vorbereitungsraum, der auch für weitere kulturelle Aktivitäten genutzt wird.

Kulturprogramm und japanische Traditionen

Neben den Teezeremonien können Gäste im Mizuya saisonale Wagashi-Süßigkeiten herstellen oder an Kunstkursen teilnehmen. Das Angebot umfasst Kalligraphie, Ikebana und Workshops mit lokalen Künstlern.

Damit erweitert Aman Kyoto sein bestehendes Kulturprogramm, zu dem bereits Kaiseki-Menüs im Restaurant Taka An und Meditationssitzungen mit Zen-Mönchen gehören.

„Wir möchten Gästen durch echte Begegnungen ein tieferes Verständnis ermöglichen“, erklärt Yasuo Mizobuchi, General Manager von Aman Kyoto.

Und weiter: „Mit dem Teehaus Senkutsu schaffen wir einen Ort, an dem sie die japanische Ästhetik und den Geist der Teezeremonie bewusst erleben können.“

Sierks Media / © Fotos: Courtesy of Aman

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