Wenn Sie Bitcoin oder Ethereum kaufen oder minen möchten, ist das auch mit dem Smartphone möglich. Dafür gibt es verschiedene Anbieter, die ihre Software für das Mining von Kryptocoins zur Verfügung stellen.


Auf dem Smartphone die Kryptowährungen zu minen, das unterscheidet sich allerdings vom traditionellen Mining.

Wie funktioniert das Mining auf dem Telefon?

Der Bitcoin wird dezentral über die Blockchain verwaltet, die aus einzelnen Transaktionen besteht. Diese Transaktionen müssen mithilfe von komplexen Rechenaufgaben überprüft werden.

Um trotz der geringen Rechenleistung von Smartphones Kryptowährungen zu minen, nutzt man das sogenannte Cloud-Mining. Dabei schließen sich mehrere Mining-Geräte zusammen, wodurch die Rechenleistung erhöht wird und schneller komplexere Rechenaufgaben gelöst werden können.

Diese Mining Pools werden von externen Servern gehostet. Dadurch steigt die Profitabilität, denn für die Bereitstellung Ihrer Rechenleistung bekommen Sie die jeweilige Kryptowährung.

In einem sogenannten Mining-Pool lösen die Geräte mathematische Rechenaufgaben, die Hashes genannt werden. Die Hashrate können Sie bei vielen Anbietern manuell einstellen und so steuern, wie viel Sie minen möchten.

Beachten Sie die Größe eines Mining-Pools, wenn Sie diesem beitreten wollen. Große Mining-Pools haben die Eigenschaft, dass sie häufiger einen Gewinn hervorbringen. Außerdem korreliert die Größe auch mit den Gebühren und den Auszahlungsmethoden.

Es gibt zwei Auszahlungsmethoden. Bei Pay per Share (PPS) wird immer ein fester Betrag ausgezahlt, wenn Ihr Smartphone eine Aufgabe gelöst hat. Pay per Share nutzen die meisten Anbieter. Es gibt aber auch Score basierte Pools, die immer erst ab einem bestimmten erreichten Betrag auszahlen.

Unterschiede zum klassischen Mining auf einem Computer

Das klassische Mining funktioniert ohne einen Mining-Pool. Jeder Bitcoin besitzt eine 64 Bit Adresse mit einem öffentlichen und privaten Key, die beim Mining generiert werden.

Hier werden moderne und mit hoher Leistung ausgestattete Geräte, wie zum Beispiel dem ASIC-Miner, eingesetzt. Bitcoin basiert auf dem Proof-of-Work Mechanismus. Das bedeutet, dass nur der Miner, der den richtigen Hash hervorbringt, mit den Kryptocoins belohnt wird.

Es ist also lukrativ, mit leistungsstarken Geräten außerhalb von Mining-Pools zu minen. Wenn Sie mit Ihrem Smartphone Teil eines Mining-Pools sind, haben Sie einen sehr geringen Anteil an der Rechenleistung des gesamten Pools.

Deswegen ist die Belohnung ebenfalls sehr gering. Allerdings benötigt man keine leistungsstarken Geräte, um Bitcoin zu minen – und hat somit weniger Kosten.

Telefon-Mining-Kosten

Beim Mining mit dem Smartphone entstehen vor allem durch den erhöhten Stromverbrauch viele Kosten. Allerdings nimmt auch die Lebensdauer der im Smartphone verbauten Hardware ab.

Wenn das Smartphone aus diesem Grund eher ersetzt werden muss, entstehen sehr hohe Kosten, die durch das Mining selbst kaum zu decken sind. Zudem verlangen einige Cloud-Mining Anbieter echte Gebühren für die Möglichkeit, sich an ihren Mining-Pools zu beteiligen.

Rentabilität

Das Mining von Kryptowährungen über das Smartphone lohnt sich für die aufgewendete Zeit zum aktuellen Stand in der Regel nicht.

Ist es möglich, mit dem Handy zu minen?
Ist es möglich, mit dem Handy zu minen?

Dafür bekommt man im Wesentlichen zu wenige Coins, was an der geringen Rechenleistung der Smartphones liegt.

So starten Sie das Mining auf Ihrem Telefon

Sie benötigen ein Smartphone mit Internetzugang. Wenn Sie das haben, können Sie sich im App Store die Apps von verschiedenen Cloud-Mining Anbietern herunterladen.

Wenn Sie sich danach ein Benutzerkonto bei dem jeweiligen Anbieter angelegt haben – und die ggf. erforderliche Gebühr bezahlt haben – kann das Mining im Normalfall schon losgehen. Ihre Hashrate können Sie bei vielen Anbietern in Abhängigkeit von eingezahltem Geld sehr stark erhöhen, so dass darüber Renditen von über 100 Prozent realistisch sind.

Wenn Sie nach einer kostenlosen Variante suchen, gibt es zum Beispiel die App von StormGain, bei der man nach der Registrierung das Mining starten kann. Allerdings ist die Hashrate mit 0,5 sehr gering und nach vier Stunden wird der Miningvorgang immer automatisch abgebrochen – und muss erneut aktiviert werden.

Außerdem liegt der Mindestbetrag, den man benötigt, um seine Bitcoins auszahlen zu lassen, bei zehn USDT, was man mit einer Hashrate von 0,5 nach rund 450 Stunden aktivem Minen erreicht.

Für das Mining von verschiedenen Altcoins gibt es die App namens MinerGate Mobile Miner. Die Benutzeroberfläche ist sehr einfach zu verstehen, Sie bekommen in der App Ihre eigene Krypto Wallet und können dort Coins wie Monero, QuazarCoin und DigitalNote minen.

Leider ist die App nicht mehr im Playstore verfügbar, weswegen Sie sich die Daten über einen Browser herunterladen müssen, um die App zu installieren.

Vor- und Nachteile

Es ist vergleichsweise einfach, mit dem Smartphone das Mining zu starten, denn Sie müssen sich nicht extra eigene Mining Hardware kaufen.

Sie benötigen lediglich eine App, die nur im Hintergrund läuft und Ihr Smartphone weitestgehend in seinen Benutzungsmöglichkeiten nicht einschränkt. Dafür verdienen Sie Kryptocoins.

Allerdings steht dem ein sehr geringer Verdienst gegenüber. Außerdem kann die Leistung Ihres Geräts abnehmen und es steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Hardware im Smartphone schneller einen Schaden nimmt.

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Shots Magazin / © Fotos: Jievani Weerasinghe (1), Bermix Studio (1), Unsplash

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