Male-Models können Instagram nutzen, um ihre Fotos zu zeigen und um neue Aufträge zu generieren. Und so werden sie oft selbst zu Influencern. Ein stylishes Profil – in diesem Fall also fast eine Model-Sedcard – findet sich unter @silvanrpp.

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Ich habe dem „Wahl-Hamburger auf Zeit“ nun ein paar Fragen zu Instagram, Fashion und der Hansestadt gestellt. Hier ist das Interview.

Wie bist Du eigentlich Influencer geworden?

{Schmunzel}. Ich sehe mich nach wie vor nicht so sehr als richtigen „Influencer“. Dabei muss ich immer an die Jungs und Mädels denken, die das 24/7 machen, eine Story nach der anderen und jeden Tag einen oder mehrere Posts raushauen. Ich selber mache mir da weniger Stress – und poste eben hier und da mal, wie es mir gefällt und wie ich lustig bin.

Oder eben, wenn es wirklich mal ein Job oder eine Kollaboration zu bestimmten Tagen und Zeiten verlangt. Aber zurück zur eigentlichen Frage: Mein Instagram-Feed ist größtenteils, mehr oder weniger, ein Portfolio, Blog oder auch „Tagebuch“ über meine Tätigkeit als Model, was ich nun schon seit knapp acht Jahren „betreibe“ – sagt man das so?

 

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So create ich sehr selten explizit Content für einen Instagram-Post, da sehr viele Bilder natürlich und beiläufig durch das Modeln entstehen. Na ja, und so ist eben auch mein Instagram-Account mit der Zeit gewachsen – und wurde dann scheinbar auch für Marken interessant, so dass ich nun mittlerweile auch den ein oder anderen Job über und auf Instagram bekomme. Damit gelte ich ja dann zwangsläufig als Beeinflusser aka. Influencer, oder?

Geht Deine Foto-Leidenschaft über Instagram hinaus?

Oops. Na das habe ich jetzt wohl schon verraten. Aber da kann ich noch was „von damals“ erzählen. Noch bevor es Instagram gab und auch überhaupt bevor Digitalkameras das Fotografieren revolutionierten, habe ich als kleiner Junge mit Papas analoger Spiegelreflexkamera angefangen, im Urlaub Fotos zu schießen.

Da ist dann wohl ein Keim entsprungen und die Leidenschaft am Fotografieren – hinter und vor der Linse – ist entsprossen. Heute fotografiere ich auch noch sehr gerne Land und Leute und sehr gerne wilde Tiere – vor allem im Urlaub.

Was sind für Dich aktuell die heißen Modetrends in der Menswear?

Puh {lacht}. Trotz meiner Tätigkeit in der Modebranche bin ich da nicht so sehr into it. Klar kaufe und kleide ich mich gern in schöner Kleidung, aber allzu viel Wert lege ich darauf nicht. Klar weiß ich, wie man sich beispielweise zu einem Casting oder einem schickeren Event anzuziehen hat, aber im Alltag kleide ich mich gerne gemütlich, so dass ich mich wohlfühle.

Meine Freunde und mir Engstehende kennen meine Routine, wenn ich zur Haustür hereinkomme. Erste Amtshandlung: Jogginghose an, außer ich habe sie nicht eh noch an. Denn zum Einkaufen, Sport, zur Uni und so weiter kann es auch mal passieren, dass ich sie beim Verlassen des Hauses anlasse.

Und nein, ich habe nicht „die Kontrolle über mein Leben verloren“, wie einst Karl Lagerfeld über Leute, die Jogginghosen tragen, sagte. Ein Trend, dem auch ich seit geraumer Zeit folge und auch super finde, ist das Secondhand-Kaufen und auch Verkaufen von aussortierten Klamotten.

Und da sind wir auch schon bei dem aktuellen Trend angekommen. Offensichtlich sind die 1990er und der Retro- sowie Vintagestyle wieder voll angesagt. Wobei ich sagen muss, dass mir das zwar gefällt, ich aber noch nicht auf diesen Zug aufgesprungen bin.

Hamburg – was liebst Du an der Stadt, wo kann man Dich treffen?

Leider muss ich im März schon wieder weg aus Hamburg zurück nach Mainz, wo ich eigentlich wohne und studiere. Meine knapp dreieinhalb Monate, die ich in Hamburg mit einem Praktikum und Modeln verbracht habe, waren auf jeden Fall eine super gute Erfahrung. Zwar bin ich schon viel rumgekommen und habe einige Städte kennengelernt, aber keine so gut wie mittlerweile Hamburg.

Durch das Modeln bin ich schon sieben bis acht Jahre öfter in Hamburg gewesen und habe die Stadt seit jeher mehr und mehr lieben gelernt. So war es jetzt eine tolle Möglichkeit, mich nochmals tiefer in den „Großstadtjungle“ zu werfen. Meinen Kiez auf Pauli und die Schanze, wo ich aktuell noch wohne, kenne ich nun bestens und glaube auch – das muss man wohl keinem erzählen – dass die Straßen in der Gegend einmalig sind.

 

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Ich glaube, ich war nun in so vielen verschiedenen Cafés, Bars und Restaurants und würde immer noch neue, tolle Orte finden, an denen ich noch nicht war. Trotzdem findet man mich öfters mal im „Café du Port“, einem unheimlich süßen, kleinen französischen Café. Das Besondere an meinem Kiez ist wohl die Atmosphäre nach Heimspielen des FC St. Pauli – überragend.

Die Straße in der ich wohne, drei Minuten fußläufig zum Stadion, ist dann regelrecht verstopft mit Fans, die friedlich vor Kneipen aber vor allem vor Kiosken „cornern“. In der Luft liegt dann immer ein surrender Geräuschpegel von vielen hunderten, sich unterhaltenden Menschen, was mich immer an große Volksfeste aus meiner Heimat im Sommer, wie das Weinfest, erinnert.

Ab und an ist auch mal komplette Eskalation angesagt, wie vor zwei Wochen als man den Stadtrivalen vom HSV geschlagen hat. Dann fliegen auch schon mal Silvesterraketen und -böller und Lagerfeuer brennen. Ein Hauch von Anarchie liegt in der Luft – mein Kiez, St. Pauli.

Ansonsten liebe ich die Lage Hamburgs direkt an der Elbe. Eine Hafenstadt hat doch immer ein besonderes Flair, gerade mit der Speicherstadt. Dazu die vielen Altbauten und wirklich schönen Straßen und Alleen. Nicht zu vergessen sind die Altstadt und das Rathaus, wobei mir da immer zu viel Trubel ist. Das Gänge- oder auch Karoviertel ist ebenfalls wunderbar… Ihr seht, ich könnte immer so weiterschwärmen.

Was war bisher Dein absolutes Highlight als Influencer?

Das wohl größte Highlight war tatsächlich der Trip nach Österreich in die Berge, um dort mit Autos von Jeep durch die Serpentinen und den Schnee zu brettern. Das mag wohl für „normale“ Influencer halb so spektakulär klingen, aber wie erwähnt, ist das Influencer-Game für mich ja eher ein nettes beiläufiges Hobby oder auch mal ein Nebenjob.

Daher war diese Einladung zu diesem Event für mich dann doch ein sehr cooles Highlight, bei dem man dann wiederum, neben den tollen Erfahrungen, neue Menschen kennenlernen und sogenanntes Networken betreiben konnte.

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Shots Magazin / © Fotos: @silvanrpp

Rubriken: Fashion Gentlemen