Warum wird das einzigartige Schiff, die Destriero, von seinem Eigner Karim Aga Khan seit Jahrzehnten versteckt? Erst in Plymouth und dann seit 2009 in Bremen?

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Die Daten der 13 Meter breiten Yacht sind überragend: Turbinen mit insgesamt 60.000 PS und ein 750.000 Liter Tank, verpackt in einem 68 Meter langen Alurumpf, sind die Ingredienzien für einen Weltrekord.

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Der wurde 1992 eingefahren und ist immer noch gültig. Von New York nach Bishop Rock, Scilly Island, ging es in zwei Tagen, 10 Stunden, 34 Minuten und 50 Sekunden. In Dauerfahrt ohne Tanken.

Nun steht das Schiff sozusagen auf Halde. Ist es die Angst, der eigene Weltrekord könnte noch unterboten werden? Denn laut Aussage von USA-Kuba Powerboot-Weltrekordler Roger Klüh „geht es noch schneller“.

Klüh wurde bereits von einem internationalen Konsortium um die Luftfahrtmanager Udo Stern und Jörn Hellwig für den neuen Weltrekord und nunmehr offiziellen Gewinn des Blauen Bands verpflichtet.

Nach dem Weltrekord eine Zigarre: Roger Klüh
Nach dem Weltrekord eine Zigarre: Roger Klüh

Der ehrgeizige Düsseldorfer bringt nicht nur Atlantik-Erfahrung, sondern auch den mehrfachen Powerboat-Worldchampion Ritchie Powers (USA) als Throttleman, sowie seinen französischen Navigator Damien Sauvage vom USA-Kuba Höllenritt, mit.

Das Konsortium hat namhafte internationale Sponsoren, zum Beispiel für die Turbinenüberholung, die Cockpitmodernisierung und das Treibstoffsponsoring – nur eben nicht das Schiff.

Und es muss dieses Schiff sein, weil nur dieses Schiff den Weg schon kennt, die Leistungsreserven hat und nicht nachzutanken braucht. Renommierte Größen wie Sir Richard Branson und Tom Gentry können davon erfolglos ein Lied singen.

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Es wäre doch eine Supersache, wenn zum 30. Weltrekord-Jubiläum, am 9. August 2022, die Grand Dame mit der Philanthropencrew unter Schirmherrschaft von Karim Aga Khan und der Führung eines Powerboot-Weltmeisters ihren eigenen Weltrekord schlägt – und offiziell das renommierte „Blaue Band“ gewinnt.

Zumal diese besondere Fahrt explizit dem Frieden, der Gesundheit und der Völkerfreundschaft gewidmet werden soll. Die zu erwartende Anteilnahme der Medien an dieser Stürmung der letzten Bastion unbegrenzten Rennens würde außergewöhnlich groß sein.

Destriero, aktuell in Bremen
Destriero, aktuell in Bremen

Aber welches Schicksal wird die Destriero wohl nach 30 Jahren des Wartens ereilen? Aktuell ist sie in Bremen noch hinter Stacheldraht und Security versteckt – und sieht nicht gut aus…

Shots Magazin / © Fotos: Getty Images (3), Unsplash, CCO Public Domain (1), Roger Klüh (1), privat (1)

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