Renner auf Flugbenzin: Skoda 1100 OHC

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Vor sechzig Jahren stellte Skoda das erste Exemplar des Sportprototypen 1100 OHC fertig. Der offene sowie zweisitzige Rennwagen kam in einer Auflage von zwei Stück für Langstreckenrennen.

Später entstanden dann auf dieser Basis auch noch zwei Coupés. Einer der roten Renner gehört heute zu den Highlights des Museum des Herstellers im tschechischen Mladá Boleslav.

Das Automobil bedeutet für Skoda einen Meilenstein in der Geschichte des 116-jährigen motorsportlichen Engagements. Ein leichter Gitterrohrrahmen, bis zu 200 km/h Spitze sowie eine Literleistung von 85 PS unterstrichen damals die betont sportive Auslegung.

Skoda 1100 OHC
Skoda 1100 OHC

Aus 1.089 Kubikzentimetern an Hubraum schöpft der Wagen eine Leistung von 92 PS, die Höchstdrehzahl liegt bei 8.500 Umdrehungen. Als Treibstoff kam hochoktaniges Flugbenzin zum Einsatz.

Mitsamt der sehr leichten Karosserie aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) wiegt der offene 1100 OHC nur 550 Kilogramm. Dieser Leichtbau trägt wesentlich zur enormen Beschleunigung und einer Höchstgeschwindigkeit von rund 190 bis 200 km/h bei.

Eine ebenso große Rolle spielt der niedrige Luftwiderstand der Karosserie. Die Kupplung, das Fünfganggetriebe und das Verteilergetriebe befinden sich hinten und bilden eine gemeinsame Montageeinheit.

Skoda 1100 OHC
Skoda 1100 OHC

Und der erste öffentliche Auftritt des Sportwagens endete gleich mit dem ersten Sieg. Werksfahrer Miroslav Fousek gewann am Steuer des Skoda 1100 OHC im Juni 1958 ein Rennen auf der städtischen Rundstrecke in Mladá Boleslav.

Ein Fahrzeug mit Historie und Tradition, dieser Renner auf Flugbenzin…

Fotos: Skoda

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