#Test Kia Niro: So geht Crossover-Hybrid

Jan-Christopher Sierks Verfasst von:

SHOTS MAGAZIN

  @shotsmagazin

Ein bisschen Kombi, ein bisschen höher, ein bisschen SUV – und fertig ist das Crossover. Ich spreche nicht über eine neue Brit-Pop-Band, sondern über jenes Fahrzeugsegment, das aktuell allen Vertrieblern der Automobilhersteller freudig-schlaflose Nächte bereitet, wenn sie die Aussicht auf knackige Marktanteile durchrechnen.

Denn Crossover sind beliebt. Und zwar sehr. Kia geht mit dem neuen Niro ebenfalls diesen Weg. Die Besonderheit? Hybrid. Der Benziner arbeitet mit einem Elektromotor zusammen. „Hybrid-Crossover mit SUV-Genen“ nennt die Marke das Konzept. Für Kia ein völlig neues Modell. Beim Launch in Hamburg schaute ich mir das Fahrzeug gestern an.

Kia Niro
Kia Niro

Das Design ist äußerst modern. Gerade mit der stylischen Kia „Tigernase“ samt LED Tagfahrlichtern im Frontbereich wirkt der Niro sehr frisch und angenehm. Das sorgt für Hingucker, wenn man quasi lautlos durch die Stadt schwebt. Der Elektromotor verrichtet mit seinen 43,5 PS die Arbeit bei langsamen Fahrten alleine. 141 PS an Gesamtleistung bringt er zusammen mit dem 1,6 Liter Benziner auf die Straße.

Für den schnellen Spurt beim Anfahren ist das ein schönes Paket. Bereits im ersten Gang stehen die 265 Newtonmeter an Drehmoment zur Verfügung und pushen den kompakten Niro nach vorne. Mit dem sechsstufigen Direktschaltgetriebe harmoniert das Hybridsystem sehr gut.

Kia Niro
Kia Niro

Kia hat dafür ein System namens „Transmission-Mounted Electric Device“ entwickelt. Dadurch kann sich die verfügbare Leistung von Benzin- und Elektromotor parallel übertragen, so dass laut Hersteller nur minimale Energieverluste auftreten sollen.

Beim Verbrauch ist ein Durchschnitt von nur 3,8 Litern pro einhundert Kilometern möglich. Die Höchstgeschwindigkeit von 162 km/h fällt da nicht so ins Gewicht, denn es geht um reine Effizenz in einem automobilen Raum zum Wohlfühlen. Rein Fahrtechnisch gesehen punktet der Kia auch mit seinem Fahrwerk, das den Niro bei sportlichen Kurvenfahrten sicher und gutmütig auf die Straße legt.

Der Innenraum überrascht. In der von mir gefahrenen Top-Ausstattung wirkt das Automobil hochwertig. Angenehme Materialien, ein griffiges Lenkrad sowie tolle Ledersitze sorgen dafür, dass man als Fahrer oder Passagier begeistert ist. Von der Ausstattung her kann Kia alles, was auch die anderen Hersteller in diesem Segment können.

Gesteuert werden die Funktionen über eine 8-Zoll große Displayeinheit, die mit Apple Carplay, Rückfahrkamera und digitalem Radioempfang punktet. Absolut hervorzuheben ist das Premium-Soundsystem von „JBL“, das für Musikfans kaum Wünsche offenlässt und ordentlich „Wumms“ hat.

Kia Niro
Kia Niro

Kia bringt mit dem Niro ein wirklich ansprechendes Crossover-Paket auf den Markt, das durch seine Sparsamkeit, das Design und die erhältlichen Annehmlichkeiten im Innenraum einschlägt. Der Einstiegspreis liegt bei attraktiven 24.990,- Euro, mit den bekannten Garantien des südkoreanischen Herstellers.

Das Modell bildet übrigens den Anfang von über 25 Fahrzeugen, die Kia bis 2020 mit neuen Antrieben in seine Modellpalette aufnimmt. Der Niro entwickelt sich in diesem Zuge ebenfalls weiter. In Kürze kommt bereits ein Plug-in-Hybrid zum Laden an der Steckdose.

Kia Niro
Kia Niro

Kia hat mit diesem Automobil einen großen Schritt nach vorne gemacht. Das wird sich rumsprechen. Ich persönlich war ziemlich angetan vom Niro insgesamt, besonders allerdings vom stylischen Auftreten, dem mutigen Antrieb sowie seinen inneren Feinheiten. So geht Crossover-Hybrid.

Da wird noch die eine oder andere freudig-schlaflose Nacht bei den Vertrieblern folgen…

Bildergalerie:

Fotos: Kia Motors

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