Wer länger jung, fit und gesund bleiben will, setzt heute etwa auf Superfood und Fitnesstracker. Doch ein entscheidendes Tool für ein gesundes Leben wird oft vernachlässigt: das eigene Bett.


Dabei verbringen wir statistisch gesehen im Durchschnitt pro Jahr rund 3.066 Stunden darin, auf zehn Jahre gerechnet sind das über 30.000 Stunden Belastung fürs Material. „Wer hier spart, spart am falschen Ende“, erklärt Schlaf- und Bettexperte Markus Kamps.

Kamps weist zudem auf eine aktuelle Studie der Oregon Health & Science University (OHSU) hin: Wer regelmäßig weniger als sieben Stunden pro Nacht schläft, hat statistisch gesehen häufiger eine geringere Lebenserwartung als Menschen, die ausreichend schlafen.

Ins Bett wird zu wenig investiert

Der Zusammenhang zwischen Schlaf und längerer Lebenszeit ist demnach sogar größer als der von Ernährung und Bewegung.

„Das Bett ist also unser wichtigster Regenerationsort – und zugleich einer der am meisten unterschätzten“, so Markus Kamps. Während des Schlafs würden enorme mechanische und hygienische Kräfte auf Matratze und Unterfederung wirken.

„Materialien altern, verlieren ihre Elastizität und damit ihre Stützkraft. Das passiert schleichend – oft bemerken wir den Verschleiß erst, wenn der Rücken schmerzt oder die Konzentration nachlässt.“

Eigene Schlafumgebung verbessern

Kamps vergleicht: „Ein hochwertiges E-Bike wird im Schnitt nur wenige Hundert Stunden im Jahr genutzt, ein Jahresurlaub dauert zwei bis drei Wochen. Dennoch geben die Menschen in Deutschland für Freizeit, Mobilität oder Technik häufig deutlich mehr aus als fürs Schlafsystem.“

Das Bett kann ein wichtiger Faktor für ein gesundes Leben sein
Das Bett kann ein wichtiger Faktor für ein gesundes Leben sein

Um die eigene Schlafumgebung zu verbessern, ist ein professioneller Bettencheck der erste Schritt. Dabei werden Bettgestell, Unterfederung, Matratze, Kopfkissen und die klimatischen Bedingungen vor Ort unter die Lupe genommen.

Passt das System in Sachen Ergonomie noch zu Körperbau und Liegebedürfnis? Sind die Materialien nach langer Nutzung ermüdet? Entspricht das Schlafklima in Sachen Hygiene noch modernen Standards für Atemwege und Haut?

Erster Check für zu Hause

Zertifizierte Fachgeschäfte bieten etwa unter kompetenz-zentrum-gesunder-schlaf.de bundesweit Unterstützung an, um das individuelle Schlafsystem zu optimieren und teure Fehlkäufe zu vermeiden.

Ein Selbsttest kann einen Hinweis geben, wie es um die eigene nächtliche Regeneration steht. Unter schlafkampagne.de/bettencheck etwa findet man Tipps und Tricks, um Matratze, Lattenrost, Zudecke und Kopfkissen auf den Prüfstand zu stellen.

„Der Check ist die ideale Vorbereitung, um festzustellen, ob eine Neuanschaffung Sinn macht oder kleine Justierungen schon Verbesserungen bringen“, rät Markus Kamps.

Sierks Media / © Fotos: Ilias Gainutdinov (1), Greg Pappas (1), Unsplash / Quelle: djd

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